Dominique Aegerter: Die Moto2-WM hat Vorrang

Von Günther Wiesinger
Moto2
Dominique Aegerter

Dominique Aegerter

Dominique Aegerter hat sich zwar auch in der Superbike-WM nach einer Lösung fürs nächste Jahr umgeschaut, aber der Schweizer bevorzugt für 2019 eine weitere Moto2-Saison.


Der 27-jährige Schweizer Dominique Aegerter hofft auf einen Platz in der Moto2-WM 2019, obwohl er in dieser Saison hinter den Erwartungen geblieben ist und jetzt in der Tabelle nur an 17. Stelle liegt. Kiefer, Pons, RW Racing NTS, Forward MV Agusta oder Nieto-KTM-Team – das sind die Anlaufstationen für den Rohrbacher, der seit einem Jahr eine Enttäuschung und einen Rückschlag nach der anderen erlebt. Sogar eine Rückkehr zum krisengeschüttelten Swiss Innovative Investors-Team von Fred Corminboeuf hat er in Erwägung gezogen.

Da Aegerter in den letzten fünf Jahren beim Suzuka Eight Hours Race dreimal aufs Podest gefahren ist und auf den 1000-ccm-Maschinen von Suzuki und Honda immer eine gute Figur gemacht hat, befasste er sich auch mit einem Umstieg in die Superbike-Weltmeisterschaft.

Aber dieses Thema ist momentan abgehakt. «Denn die Werksteams von Kawasaki, Yamaha und Ducati sind bereits besetzt», ist sich der Sachsenring-Moto2-GP-Sieger von 2014 im Klaren. «Mit den Werksteams haben wir aber nie direkten Kontakt gehabt. Eher mit Teams wie Ten-Kate-Honda. Auch einige renommierte SBK-Teams suchen noch Fahrer.»

Das Problem für Aegerter: Er muss sich bei den meisten Moto2-Teams mit 500.000 Euro einkaufen. «Nur bei Forward wurde bisher kein Geld von mir verlangt.»

Dort ist Romano Fenati fix, Stefano Manzi macht sich Hoffnungen auf den zweiten Platz.

Aegerter, vor einem Jahr bis zur Annullierung wegen illegaler Ölzusätze noch GP-Sieger in Misano, will sich in der Moto2-WM rehabilitieren. «Ich habe das Motorradfahren nicht verlernt. Aber ich muss den Kopf wieder frei bekommen.»

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