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MotoGP-WM: Die Erfolge und Enttäuschungen für Ducati

Seit dem Debüt 2003 sammelte das Ducati-Werksteam in der MotoGP-WM 126 Podestplätze, davon 46 Siege. Casey Stoner sorgte für den bisher einzigen WM-Titel – Valentino Rossi scheiterte.

MotoGP

Im Artikel erwähnt




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Mit der Viertakt-Ära begann auch die MotoGP-Geschichte von Ducati: Beim Italien-GP 2002 stellte der Hersteller aus Borgo Panigale seinen MotoGP-Prototyp vor. Für die erste Saison in der "premier class" setzte Ducati 2003 auf Troy Bayliss, der dem italienischen Werk 2001 den Superbike-WM-Titel beschert hatte, und den dreifachen Weltmeister Loris Capirossi (1990 und 1991 in der 125er-, 1998 in der 250er-Klasse).

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Die Erfolge ließen nicht lange auf sich warten: Capirossi sorgte beim Saisonauftakt in Suzuka als Dritter für den ersten Podestplatz. Beim Barcelona-GP landete der Italiener ganz vorne und bescherte Ducati im sechsten Rennen den ersten Sieg. In der WM-Wertung belegte er am Ende Rang 4, sein australischer Teamkollege Rang 6. Zusammen fuhren sie im ersten Jahr neun Podestplätze für Ducati heraus.

In den folgenden 15 Jahren ist viel passiert – von Casey Stoners überragender Saison auf dem Weg zum Weltmeistertitel über die gescheiterte "himmlische Ehe" mit Superstar Valentino Rossi bis hin zum Abschied von Jorge Lorenzo zu Repsol-Honda.

Stoner ist zweifellos der erfolgreichste Ducati-Pilot in der bisherigen MotoGP-Geschichte: Der Australier holte nicht nur den einzigen WM-Titel für den italienischen Hersteller, auch an die 23 GP-Siege kam noch keiner heran – zehn davon holte er allein in seiner Weltmeistersaison 2007. Lange Zeit schien es so, als wäre er der einzige Fahrer, der auf dem eigenwilligen Motorrad gewinnen konnte. Als er sich nach der Saison 2010 zu Repsol-Honda verabschiedete, musste Ducati sechs Jahre warten, bis Andrea Iannone beim Österreich-GP 2016 wieder ein Sieg gelang. Für den Italiener blieb es bei diesem einen Erfolg.

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Dazwischen lagen harte Jahre: Als Valentino Rossi 2011 in das Ducati-Werksteam kam, waren die Hoffnungen nicht nur in Italien groß. Doch aus einem italienischen Dream-Team wurde nichts – nur drei Podestplätze waren nach zwei Jahren, in denen nicht nur am Aluminium-Rahmen experimentiert wurde, das ernüchternde Ergebnis.

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2013 folgte dann das schwärzeste Ducati-Jahr in der MotoGP-WM: Die ausbleibenden Erfolge – kein einziger Podestplatz in der ganzen Saison – sorgten unter anderem dafür, dass Ende des Jahres Gigi Dall’Igna als neuer General Manager von Ducati Corse verpflichtet wurde, um Ducati wieder auf die Siegerstraße zu führen. Die Ergebnisse sollten ihm Recht geben.

2018 schob sich der inzwischen zweifache MotoGP-Vizeweltmeister Andrea Dovizioso in der Ducati-Bestenliste auf Platz 2: Mit elf Siegen liegt er vor Capirossi, der von 2003 bis 2007 insgesamt sieben Mal ganz oben stand.

Auch Lorenzo trug sich nach einem schwierigen Start in der abgelaufenen Saison doch noch in die Liste der Ducati-Siegfahrer ein – das große Ziel, nach 2007 einen zweiten MotoGP-Titel nach Borgo Panigale zu holen, verfehlte er aber. Trotz drei Erfolgen verabschiedete er sich von der Desmosedici und geht in der kommenden Saison für Repsol-Honda an den Start. Seinen Platz im Ducati-Werksteam nahm Danilo Petrucci ein. Bei Pramac, eines von bisher drei Ducati-Satellitenteams, holte er zwar schon sechs Podestplätze, ein Sieg fehlt "Petrux" aber noch.

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An der Seite von "Dovi" muss er 2019 zeigen, dass Ducati richtig entschieden hat. Wenn am 10. März in Katar der Startschuss für die Saison 2019 fällt, sind neben den beiden Werksfahrern nur noch vier weitere Desmosedici-Bikes dabei: Die Reale-Avintia-Fahrer Tito Rabat und Karel Abraham sowie Jack Miller und Francesco Bagnaia auf der Pramac-Ducati: Das Ángel-Nieto-Team zog sich Ende 2018 aus der Königsklasse zurück.

Die Erfolge des Ducati-MotoGP-Werksteams seit 2003:

2003: Neun Podestplätze (1x Sieg, 2x zweiter Platz, 6x dritter Platz)

Loris Capirossi WM-Rang 4 mit 177 Punkten

Troy Bayliss WM-Rang 6 mit 128 Punkten

2004: Zwei Podestplätze (2x dritter Platz)

Loris Capirossi WM-Rang 9 mit 117 Punkten

Troy Bayliss WM-Rang 14 mit 71 Punkten

2005: Vier Podestplätze (2x Sieg, 1x zweiter Platz, 1x dritter Platz)

Loris Capirossi WM-Rang 6 mit 157 Punkten

Carlos Checa WM-Rang 9 mit 138 Punkten

2006: Neun Podestplätze (4x Sieg: Troy Bayliss siegte als Ersatzfahrer in Valencia, 4x

zweiter Platz, 1x dritter Platz)

Loris Capirossi WM-Rang 3 mit 229 Punkten

Sete Gibernau WM-Rang 13 mit 95 Punkten

2007: 18 Podestplätze (11x Sieg, 4x zweiter Platz, 3x dritter Platz)

Casey Stoner Weltmeister mit 367 Punkten

Loris Capirossi WM-Rang 7 mit 166 Punkten

2008: Elf Podestplätze (6x Sieg, 3x zweiter Platz, 2x dritter Platz)

Casey Stoner WM-Rang 2 mit 280 Punkten

Marco Melandri WM-Rang 17 mit 51 Punkten

2009: Neun Podestplätze (4x Sieg, 1x zweiter Platz, 4x dritter Platz)

Casey Stoner WM-Rang 4 mit 220 Punkten

Nicky Hayden WM-Rang 13 mit 104 Punkten

2010: Zehn Podestplätze (3x Sieg, 2x zweiter Platz, 5x dritter Platz)

Casey Stoner WM-Rang 4 mit 225 Punkten

Nicky Hayden WM-Rang 7 mit 163 Punkten

2011: Zwei Podestplätze (2x dritter Platz)

Valentino Rossi WM-Rang 7 mit 139 Punkten

Nicky Hayden WM-Rang 8 mit 132 Punkten

2012: Zwei Podestplätze (2x zweiter Platz)

Valentino Rossi WM-Rang 6 mit 163 Punkten

Nicky Hayden WM-Rang 9 mit 122 Punkten

2013: Kein Podestplatz

Andrea Dovizioso WM-Rang 8 mit 140 Punkten

Nicky Hayden WM-Rang 9 mit 126 Punkten

2014: Drei Podestplätze (1x zweiter Platz, 2x dritter Platz)

Andrea Dovizioso WM-Rang 5 mit 187 Punkten

Cal Crutchlow WM-Rang 13 mit 74 Punkten

2015: Neun Podestplätze (5x zweiter Platz, 4x dritter Platz)

Andrea Iannone WM-Rang 5 mit 188 Punkten

Andrea Dovizioso WM-Rang 7 mit 162 Punkten

2016: Zehn Podestplätze (2x erster Platz, 3x zweiter Platz, 5x dritter Platz)

Andrea Dovizioso WM-Rang 5 mit 171 Punkten

Andrea Iannone WM-Rang 9 mit 112 Punkten

2017: 15 Podestplätze (6x erster Platz, 4x zweiter Platz, 5x dritter Platz)

Andrea Dovizioso WM-Rang 2 mit 261 Punkten

Jorge Lorenzo WM-Rang 7 mit 137 Punkten

2018: 13 Podestplätze (7x erster Platz, 4x zweiter Platz, 2x dritter Platz)

Andrea Dovizioso WM-Rang 2 mit 245 Punkten

Jorge Lorenzo WM-Rang 9 mit 134 Punkten

46 MotoGP-Siege

Casey Stoner: 23 Siege (2007: Katar, Istanbul, Shanghai, Barcelona, Donington Park, Laguna Seca, Brünn, Misano, Phillip Island, Sepang; 2008: Katar, Donington Park, Assen, Sachsenring, Phillip Island, Valencia; 2009: Katar, Mugello, Phillip Island, Sepang; 2010: Aragón, Motegi, Phillip Island)

Andrea Dovizioso: elf Siege (2016: Malaysia; 2017: Mugello, Barcelona, Spielberg, Silverstone, Motegi, Sepang; 2018: Katar, Brünn, Misano, Valencia)

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Loris Capirossi: sieben Siege (2003: Barcelona; 2005: Motegi, Sepang; 2006: Jerez, Brünn, Motegi; 2007: Motegi)

Jorge Lorenzo: drei Siege (2018: Mugello, Barcelona, Spielberg)

Troy Bayliss: ein Sieg (2006: Valencia)

Andrea Iannone: ein Sieg (2016: Spielberg)

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Pramac-Ducati: 10 Podestplätze

2007: Alex Barros (Mugello)

2008: Toni Elias (Brünn und Misano)

2015: Danilo Petrucci (Silverstone)

2016: Scott Redding (Assen)

2017: Danilo Petrucci (Mugello, Assen, Misano, Motegi)

2018: Danilo Petrucci (Le Mans)

Avintia-Ducati: Seit den letzten fünf Rennen 2014, kein Podestplatz

Aspar-Ducati: 2016 bis 2018, kein Podestplatz

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