MotoGP 2027 in Adelaide? Konflikt in Australien eskaliert im Rechtsstreit
Kaum ist der MotoGP-Kalender 2027 veröffentlich schlagen am anderen Ende der Welt die Funken hoch. Die Gegner des Umbaus des Adelaide Parks zur MotoGP-Rennstrecke ziehen nun vor Gericht.
Nach dem üblichen Verhandlungsmarathon der verantwortlichen MotoGP Sports Entertainment Group wurde der offizielle Rennkalender 2027 publik gemacht. Bestätigt wurden 22 Events mit dem Auftakt in Thailand Anfang März und dem Finale Ende November in Valencia.
Größte Neuerungen des MotoGP-Jahresfahrplans sind die beiden neuen Austragungsorte. In der frühen Phase geht es in Argentiniens Hauptstadt Buenos. Man kehrt auf die etablierte permanente Rennstrecke zurück – noch ist die großflächige Sanierung in vollem Gang, doch Zweifel am Auftritt der Motorrad-Weltmeisterschaft in Argentinien hat niemand, auch deshalb nicht, weil das Projekt mit großer Mehrheit befürwortet wird.
Anders ist die Lage in Australien. Dort ist das Ende des Australien-GP auf Phillip Island und der Umzug nach Adelaide beschlossene Sache. Geht es nach den Promotern brüllen die MotoGP-Rennen am 12. November bei der vorletzten WM-Station erstmals über eine Straßenrennstrecke im Zentrum der Metropole. Um die erforderliche Homologation der FIM zu erlangen, müssen Umbaumaßnahmen – oder präziser Wegbaum-Maßnahmen – umgesetzt werden. Die Rede ist von rund 400 Bäumen, die der Erweiterung von Sturzräumen zum Opfer fallen.
Wie bereits auf
Wie unter anderem der australische Fernsehsender «7 News Adelaide» berichtet, landet das MotoGP-Großprojekt nun vor Gericht. Bereits am 18. September wurde beim zuständigen Bundesgericht offiziell Klage gegen das Vorhaben eingereicht. Das Gericht ist bereits mit einer vergleichbaren Klage gegen die Erweiterung eines Golf-Areals beschäftigt. Während hier bereits im kommenden Moment eine Entscheidung fallen soll, ist stand heute nicht abzuschätzen, wie und wann der Fall «MotoGP» behandelt wird.
Fakt ist: Mit der Klage besteht die Gefahr, dass die Premiere der MotoGP rechtlich verhindert wird. Bis zum MotoGP-Debüt in Adelaide sind es noch 14 Monate. Die Umbauarbeiten und damit die Homologation ist erst einmal blockiert. Neben dem Wüsten-GP von Katar, dessen Durchführung durch den Krieg im nahen Osten vorerst weiter ungewiss bleibt, gibt es damit nun offiziell einen zweiten Problemfall im komplexen MotoGP-Kalender.
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