DTM

«Bringt uns nicht um»: Aston Martin geht Rückstand an

Von - 12.06.2019 11:08

Aus der Saisonvorbereitung stehen Neuling Aston Martin noch zwei Testtage zu. Einer wird am 19. Juni in Vallelunga nachgeholt. Für Aston Martin sind diese Tage bei der Aufholjagd enorm wichtig.

Aston Martin macht in der kommenden Woche Überstunden: Der DTM-Neuling wird am 19. Juni in Vallelunga einen der beiden Testtage nachholen, die ihm noch zustehen. Das bestätigte R-Motorsport auf Nachfrage von SPEEDWEEK.com. Wann der zweite Testtag nachgeholt wird, ist noch offen. Routinier Paul di Resta wird bei dem Test im Vantage DTM sitzen.

Der Hintergrund: In der Saisonvorbereitung standen Audi, BMW und Aston Martin neben dem offiziellen ITR-Test auf dem Lausitzring insgesamt neun private Testtage zu.

Aston Martin stieg nach dem Bau des Vantage DTM in nur 90 Tagen später als die Konkurrenz in die Vorbereitung ein und konnte aufgrund des eng gestrickten Zeitplans nicht alle Testtage absolvieren, weshalb dem neuen Mitstreiter zugestanden wurde, zwei Tage mit einem Auto nachholen zu können, und das auch während der laufenden Saison.

Und keine Frage ist: Für Aston Martin sind diese beiden Tage essentiell wichtig. «Wir fangen jetzt mit dem Feintuning an, was andere bereits vor der Saison gemacht haben, weil sie die Zeit dazu hatten», sagte R-Motorsport-Teamchef Florian Kamelger im Gespräch mit SPEEDWEEK.com.

Die Debüt-Saison lief trotz des Rückstands gut an, Paul di Resta, Daniel Juncadella, Jake Dennis und Ferdinand von Habsburg konnten in den ersten vier Rennen in Hockenheim und Zolder punkten. Teilweise durch Glück, aber auch durch Geschick und Können.

In Misano ging das Team aber komplett leer aus, die Schwächen des Autos wurden durch das Layout mit den langen Geraden schonungslos aufgedeckt. «Das addiert sich zu Abständen, die für die Außenwelt und auch für die DTM groß sind. Sie sind aber keine unfassbare Überraschung. Uns fehlt einfach Power, uns fehlt Topspeed. Das Ergebnis spiegelt wider, dass uns zudem die Zeit fehlt, die die anderen gehabt haben. Das sind Situationen, die uns stärker machen, das bringt uns nicht um», sagte Kamelger.

Das Ergebnis sei kein Genickbruch, sondern zeige schlicht das aktuelle Kräfteverhältnis, so Kamelger: «Das spornt uns nur noch mehr an, die Probleme anzugehen und die Lösungen auf die Strecke zu bringen. Wir wussten von Anfang an, dass die ersten Rennwochenenden schwierig werden würde, dass wir Lerntage und Lern-Wochenenden haben würden. Es braucht einfach Zeit», sagte Kamelger.

Deshalb ist jeder Kilometer wichtig. Die bekommt das Team nun durch die beiden Testtage, an denen Lösungen gefunden und weiter vorangetrieben werden können. Hinzu kommt, dass man durch die bisherigen Erfahrungen und Daten an den drei Rennwochenenden die Tage noch effektiver nutzen kann als bei einem Test vor der Saison.

Was Zeit ausmacht, zeigte sich beim Thema Haltbarkeit. Zwischen Zolder und Misano wurde daran gearbeitet, und das mit Erfolg. In Misano war es nur ein Ausfall und dadurch immerhin 268 Rennrunden, respektive 1.132 Rennkilometer.

«Das ist das Positive: Dass wir mehrere Autos über Renndistanzen laufen hatten und Dinge ausprobieren und Daten sammeln konnten, Wir verstehen immer besser, wo es hakt und wir Potenzial nach oben haben. Jetzt heißt es, in die Hände zu spucken, nach vorne zu schauen und unser Technikpaket konsequent weiter zu entwickeln», so Kamelger.


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