MotoGP

Puig (Honda): Lob für Márquez, Lorenzo nach Japan

Von - 06.06.2019 09:31

Alberto Puig konnte mit Platz 2 von Marc Márquez in Mugello, «wo sich alles um Top-Speed und Power dreht», gut leben. Jorge Lorenzo bereitet dem Repsol-Honda-Teammanager hingegen weiter Sorgen.

Im Vorfeld des Mugello-GP haben nicht nur viele Fans einen Ducati-Sieg erwartet – und so kam es dann auch. Repsol-Honda-Star Marc Márquez war mit Platz 2 am Ende aber höchst zufrieden, vor allem weil nicht sein erster Verfolger in der WM-Wertung, Andrea Dovizioso, sondern dessen Teamkollege Danilo Petrucci vor heimischem Publikum einen emotionalen Sieg feierte. «Marc war ein bisschen eingeschränkt und musste einige Entscheidungen treffen. Er fühlte sich nicht so wohl wie auf anderen Strecken – und das aus vielen Gründen», blickte sein Teammanager Alberto Puig auf das vergangene Wochenende zurück.

Der WM-Leader hatte – wie der spätere Sieger Petrucci – in Mugello auch mit einer Erkältung und Fieber zu kämpfen. «Wegen seiner körperlichen Verfassung konnte er nicht so stark pushen und nicht so attackieren, wie er es normalerweise macht. Aber am Ende vor einem weiteren Ducati-Piloten den zweiten Platz zu belegen und damit einige Punkte zu holen, war positiv», fasste Puig zusammen. «Es war auch wichtig, die Verbesserungen, die wir an unserem Motorrad erzielt haben, auf einer Ducati-Strecke zu überprüfen – auf einer Piste, auf der sich alles um Top-Speed und Power dreht.»

«Marc hat es geschafft, seinen Vorsprung in der Weltmeisterschaft um weitere vier Punkte auszubauen, das bedeutet, dass wir Fortschritte machen. An diesem Wochenende war er nicht zu 100 Prozent fit und er hat einen große Aufwand betrieben, um das zu überwinden. Wir schätzen seinen Einsatz», lobte der Repsol-Honda-Teammanager seinen Superstar, der in der MotoGP-WM nun zwölf Punkte vor Dovizioso liegt. «Er war ein großartiges Rennen mit vielen Fahrern in der Spitzengruppe. Wir wussten, dass es sich in der letzten Runde entscheiden würde. Es waren einige starke Manöver dabei.»

Während Márquez seinem Arbeitgeber auch in Italien Freude bereitete, läuft es beim Honda-Neuzugang Jorge Lorenzo immer noch nicht rund. «Das Negative ist, dass Jorge immer noch Mühe hat. Er muss den Kompromiss mit dem Motorrad finden und weiter arbeiten. Er ist weiterhin fokussiert und motiviert, das ist wichtig», kommentierte Puig den tristen 13. Platz des Mallorquiners, der jetzt nach Japan fliegt – was schon hohe Wellen schlug. Sogar über eine Vertragsauflösung wurde im italienischen TV-Sender Sky spekuliert. Die wahren Hintergründe sind aber andere.

«Wir haben entschieden, dass wir die Ergonomie-Probleme von Jorge zu lösen versuchen, indem wir eine Reise nach Japan organisiert haben. Wir haben uns überlegt, dass es eine gute Idee ist, direkt mit den Ingenieuren zu sprechen, die Probleme, die er hat, gründlich zu analysieren und zu versuchen, für ihn eine bessere Position auf dem Motorrad zu finden», erklärte der Repsol-Honda-Teammanager.

Der WM-Stand nach 6 von 19 Rennen:

1. Marc Márquez 115. 2. Dovizioso 103. 3. Rins 88. 4. Petrucci 82. 5. Rossi 72. 6. Miller 42. 7. Crutchlow 42. 8. Viñales 40. 9. Nakagami 40. 10. Pol Espargaró 38. 11. Morbidelli 34. 12. Quartararo 31. 13. Aleix Espargaró 27. 14. Lorenzo 19. 15. Mir 12.

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Alberto Puig im Gespräch mit Jorge Lorenzo © Repsol Media Alberto Puig im Gespräch mit Jorge Lorenzo So viel fehlte Marc Márquez auf den Sieg in Mugello © Repsol Media So viel fehlte Marc Márquez auf den Sieg in Mugello
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