Speedway-WM

GP-Challenge Landshut: Triumph der Altherren-Riege

Von - 29.07.2018 00:49

Mit Janusz Kolodziej, Niels-Kristian Iversen und Antonio Lindbäck qualifizierten sich im Challenge in Landshut drei Piloten jenseits der 30 Jahre für den Grand Prix 2019. Martin Smolinski und Kevin Wölbert scheiterten.

Vor dem Rennen in Landshut waren sich alle Experten einig: Die beiden Deutschen Martin Smolinski und Kevin Wölbert waren krasse Außenseiter im Kampf um die Top-3. Nur wer es aufs Podium schaffte, darf 2019 Grand Prix fahren.

Smoli begann mit einem Laufsieg phänomenal, in den nächsten drei Läufen holte er aber nur zwei Punkte. In seinem letzten Lauf, dem schwersten des Tages, traf er auf den späteren Sieger Janusz Kolodziej, den starken Max Fricke und den späteren zweiten Niels-Kristian Iversen – und gewann! Zum zweiten Mal an diesem Abend konnte der Bayer die innerste Startbahn zu seinem Vorteil nutzen und servierte Iversen in der ersten und zweiten Kurve derart cool ab, dass die Smoli-Ultras am Ende der Gegengerade die bereits eingepackten Banner wieder ausrollten und ein Feuerwerk zündeten.

Acht Punkte für den einzigen deutschen GP-Sieger waren zwei zu wenig. «Auf meiner Heimbahn hätte ich mehr bringen müssen», meinte Smoli gegenüber SPEEDWEEK.com. «Ich habe drei Motorräder zum Einsatz gebracht und mich etwas verzockt.»

«Verzockt» hat sich auch Kevin Wölbert, der bei seinen beiden Starts von ganz innen mit zwei zweiten Plätzen brillierte und insgesamt auf fünf Punkte kam – nur Platz 14.

«Man musste den richtigen Kompromiss finden aus einer Abstimmung für gute Starts und genügend Speed», erklärte der Deutsche Meister. «Mir ist das nicht perfekt gelungen. Letztlich ist es egal, wievielter man wurde, nur ein Platz in den Top-3 zählt. Aber ich wäre gerne weiter vorne gelandet, in den Top-6.»

Für viele überraschend gewann Janusz Kolodziej aus Polen mit zwölf Punkten. Der bereits 34-Jährige fuhr 2011 schon einmal eine Saison im Grand Prix, damals wurde er Gesamt-14.

Erstaunlich: Während Smolinski mit 85,0 km/h den schnellsten Laufsieg des Abends fuhr, sorgte Kolodziej für die langsamsten Siege. Sein Konzept ging dank hervorragender Starts auf.



Niels-Kristian Iversen belegte mit elf Punkten Rang 2. Der Däne ist schon 36 Jahre alt und hat bereits zahlreiche Grands Prix hinter sich. Seine beste Saison erlebte er 2013, als er WM-Dritter wurde.

Mit dem 33-jährigen Antonio Lindbäck qualifizierte sich der Dritte Ü33-Fahrer für den Grand Prix. Der Schwede musste in ein Stechen gegen den aktuellen GP-Piloten Craig Cook. Der Engländer gewann den Start, Lindbäck fand außen herum aber den nötigen Speed und rang ihn nieder.



Beste Chancen auf den Grand-Prix-Einzug hatte der junge Australier Max Fricke. Nach vier Durchgängen hatte er acht Punkte, ein Sieg oder ein zweiter Platz im letzten Durchgang hätten ihm alle Türen geöffnet – doch er fiel aus.

Die jungen Robert Lambert (5.) und Jack Holder (9.) zeigten ebenfalls starke Leistungen und sind ein Versprechen für die Zukunft.

Matej Zagar, neben Cook der einzige aktuelle GP-Fahrer im Feld, stürzte in seinem zweiten Lauf selbstverschuldet, wurde für den Rerun disqualifiziert und trat anschließend nicht mehr an.



Krzysztof Kasprzak, Vizeweltmeister 2014, lieferte eine unwürdige und unsportliche Vorstellung ab. Nach dem letzten Platz im ersten Lauf gab er in den folgenden zwei Heats jeweils an letzter Stelle liegend auf und trat dann nicht mehr an.

Ergebnisse Speedway-GP-Challenge Landshut/D:

Qualifiziert für den Grand Prix 2019:



1. Janusz Kolodziej (PL), 12 Punkte
2. Niels-Kristian Iversen (DK), 11

3. Antonio Lindbäck (S), 10+3



Ausgeschieden:



4. Craig Cook (GB), 10+2
5. Robert Lambert (GB), 9

6. Piotr Pawlicki (PL), 8
7. Max Fricke (AUS), 8

8. Martin Smolinski (D), 8

9. Jack Holder (AUS), 8

10. Kenneth Bjerre (DK), 7
11. Vaclav Milik (CZ), 7

12. David Bellego (F), 7

13. Hans Andersen (DK), 6
14. Kevin Wölbert (D), 5
15. Matej Zagar (SLO), 2

16. Max Dilger (D), 1
17. Valentin Grobauer (D), 0

18. Krzysztof Kasprzak (PL), 0

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Fahren 2019 Grand Prix: Niels-Kristian Iversen, Janusz Kolodziej und Antonio Lindbäck (v.l.) © Pabijan Fahren 2019 Grand Prix: Niels-Kristian Iversen, Janusz Kolodziej und Antonio Lindbäck (v.l.)
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