Supersport-WM

Randy Krummenacher: «Ich wurde zu wenig verstanden»

Von - 11.02.2019 06:52

Bei der Supersport-WM in Assen 2018 zeigte Randy Krummenacher das beste Rennen seiner Karriere, vom letzten Startplatz brauste er auf Rang 2. Anschließend gelang ihm kein Podestplatz mehr – heute weiß er warum.

Weil ein Mechaniker vergaß Benzin einzufüllen, musste Randy Krummenacher aus dem Team Bardahl Evan Bros Yamaha das Supersport-Rennen in Assen am 22. April 2018 vom letzten Startplatz in Angriff nehmen. Von dort erfolgte eine Galavorstellung: In den ersten zwei Runden machte er 15 Plätze (!) gut, im Ziel fehlten ihm mickrige 0,291 sec auf Sieger Jules Cluzel aus dem Yamaha-Team Nerds Racing.

«Das Motorrad war eine Waffe», schmunzelte Krummi. «Ich habe versucht fokussiert zu bleiben, und das Motorrad jede Runde am Limit zu bewegen. Dann habe ich gemerkt, dass ich mehr im Köcher als die anderen habe und versuchte am Schluss sogar zu gewinnen. Die letzte Runde hat mir vielleicht doch ein bisschen was gefehlt. Ich habe das ganze Rennen alles gegeben und war in der letzten Runde nicht mehr so hellwach, wie ich das in einem normalen Rennen bin. Wäre ich etwas spritziger gewesen, hätte ich gewinnen können.»

Letztes Jahr begann Krummi die Saison mit dem zweiten Platz und dem Sieg in Australien und Thailand, nach den beiden Überseerennen führte er die Weltmeisterschaft an. Im dritten Rennen in Aragon stürzte er, kam aber trotzdem als Elfter ins Ziel und eroberte damit fünf WM-Punkte. In Assen wurde er dann erneut Zweiter – sein bis heute letzter Podestplatz.

Der 28-Jährige beklagte sich den Rest des Jahres, dass ihm das Gefühl für sein Motorrad abhandengekommen sei. Bei den bisherigen Wintertests zeigte sich Krummi in guter Form, er hat jetzt Manuel Cappelletti als Crew-Chief an seiner Seite. 2018 war der Italiener Crew-Chief von Patrick Jacobsen im ehemaligen Superbike-WM-Team Triple-M Honda, er gilt als hervorragender Techniker.

«Mein letztjähriger Chefmechaniker und Elektroniker arbeiten jetzt für meinen Teamkollegen Federico Caricasulo», schilderte der WM-Vierte SPEEDWEEK.com. «Ich habe zwei neue Leute, Manuel und einen Elektroniker, der letztes Jahr bei GRT war. Sie haben das Ganze bei Tests in Cartagena und Jerez analysiert, jetzt habe ich ein besseres Gefühl für das Motorrad denn je. Ich weiß auch, wo die zwei Hauptprobleme lagen, über die Distanz bin ich momentan der Schnellste. Jetzt kann ich die Rundenzeiten etwas dosieren, letztes Jahr musste ich immer am Limit fahren. Und ich konnte nicht so schnell fahren wie die vorderen. Das ist erst der Anfang, ich muss den Einstellungen fürs Chassis und die Elektronik noch mehr Vertrauen schenken.»

Es ist ungewöhnlich, dass ein Fahrer das Personal austauscht, wenn die Motorradabstimmung nicht passt. Wieso dieser Schritt? Krummi: «Das sagte mir mein Gefühl. Mit Federico arbeiten sie sehr gut, er fährt auch sehr schnell. Für mich war es richtig, das zu machen. Manuel Cappelletti arbeitet sehr systematisch, so wie ich das mache. So fanden wir schnell heraus wo die Probleme liegen, jetzt arbeiten wir an deren Lösung. Die zwei Jungs letztes Jahr haben mich einfach zu wenig verstanden.»

Bevor am 24. Februar auf Phillip Island der erste Supersport-WM-Lauf 2019 stattfindet, hat Krummenacher zwei weitere Testtage vor sich: Am Montag und Dienstag vor dem Rennen auf selbiger Strecke.

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