WRC

Jackson (Citroën): «Ogier hilft uns zu Menschennähe»

Von - 30.01.2019 18:00

Die Generaldirektorin Linda Jackson sieht in der Rückkehr von Sébastien Ogier zu Citroën positive Auswirkungen auf das Image des Konzerns, der in diesem Jahr sein hundertjähriges Firmenjubiläum feiert.

Der sechsfache Champion Sébastien Ogier erzielte bei seinem ersten Einsatz im Citroën C3 WRC beim Saisonauftakt der Rallye-Weltmeisterschaft seinen siebten Sieg in Monte Carlo und den 100. Gesamtsieg für das Zwei-Zacken-Team.

Linda Jackson glaubt, dass die Rückkehr von Ogier nach seinem Weggang 2011 einen Motivationsschub im Team und auch bei den Mitarbeitern auslöste. Gegenüber Autohebdo erklärte sie: «Man konnte den Ogier-Effekt bei Citroën gleich zu Beginn der Rallye spüren. Im Servicepark gab es bei uns zwei- bis dreimal mehr Fans als sonst. Auch in den sozialen Netzwerken spüren wir diesen Effekt. Zudem motiviert die Präsenz von Ogier die Mitarbeiter im Team und zeigt ihnen, dass wir erfolgreich sein können.»

«Als ich in Gap ankam, sah ich ein sehr motiviertes Team, das nichts mehr mit dem Team vor einem Jahr zu tun hatte. In der Öffentlichkeit tragen Sébastien und seine Aura, die ihn umgibt, dazu bei, dass die Menschen näher kommen. Ich sehe dann auch, dass Citroën eine beliebte Marke ist. Wir versuchen, den Trend neu auszurichten. Deshalb haben wir Sébastien auch gewählt, weil er heute der beste Fahrer auf dem Markt ist.»

Bei der Verpflichtung von Esapekka Lappi bleibt sich Citroën seiner Linie treu: «Wir sind es gewohnt, junge Piloten auszubilden. Auf dem Markt gehörte Lappi zu den vielversprechendsten. Obwohl seine erste Rallye bei uns nicht so gut lief, erwarten wir von seiner Zusammenarbeit mit Ogier viel.»

Marketingaspekte spielen laut Jackson eine wichtige Rolle: «Unser Rallye-Engagement ist für mich auch ein Geschäft. Ich muss Rendite erzielen. Das zugewiesene Budget muss sich tragen. Ich kann nicht sagen ‚wenn es nicht funktioniert, werden wir das Budget verlängern. Das wäre der einfache Weg. Wir haben uns für die Fortsetzung unseres Engagements im Rallyesport entschieden. Wir sind schon lange dabei. Nach der Formel 1 hat der Rallyesport die meisten Marketingvorteile. Ogier schenkt uns den 100. Sieg für unser 100-jähriges Bestehen. Diese starke Symbolik werden wir natürlich nutzen.»

Jackson endet mit diesen Ausführungen: «Wir haben uns bereits entschieden, die Rallye-WM bei allen französischen Händlern live zu übertragen, um die Botschaft zu vermitteln, wie stark sich Citroën für den Sieg einsetzt. Unsere Präsenz muss aber innerhalb eines Budgets bleiben, weil wir auch Rendite erwarten. Ein drittes Auto ist keine Option.»

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Citroën-Generaldirektorin Linda Jackson © Citroën Citroën-Generaldirektorin Linda Jackson Julien Ingrassia und Sébastien Ogier beim 100. Citroën-Sieg © Citroën Julien Ingrassia und Sébastien Ogier beim 100. Citroën-Sieg Sieger Sébastien Ogier auf dem Col de Turini © Citroën Sieger Sébastien Ogier auf dem Col de Turini
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