Aprilia dominierte – auch wenn sich die Aero an Bezzecchis Renner auflöste
Die Aprilia-Piloten wurden mit viel Applaus für ihre Leistungen auf der Strecke von Silverstone bedacht. Von der Technik-Kommission gab es nach dem «Verlust» eines großen Aero-Flügels einen Rüffel.
Nachdem bei den letzten MotoGP-Events Ducati mit Aprilia gleichgezogen haben, geben in England bisher wieder die Prototypen aus Noale den Ton an. Die Leistungen der Piloten mit einer RS-GP sind selbsterklärend. Im Zeittraining am Freitag als auch am Samstag landeten jeweils alle vier Piloten innerhalb der Top 5.
Im Zeittraining hatte Marco Bezzecchi mit einer Fabelzeit überrascht und die Session vor Raul Fernandez (Trackhouse) beendet. Hinter Ducati-Pilot Di Giannantonio dann Jorge Martin und Ai Ogura. Im entscheidenden Qualifying war es wieder eine Maschine der offiziellen Werksmannschaft, die mit Rekordtempo unterwegs war. J
Das fünfzehnminütige Schaulaufen der Aprilia-Piloten endete mit einer kuriosen Szene. Werkspilot Pilot, der auf seiner Vollgasrunde durchaus größere Aero-Bauteile vom Heck seiner RS-GP verloren hatte, traf in der Auslaufrunde auf verlorene «Performance Part». Der Heckflügel war mitten auf der breiten Strecke gelandet und konnte deshalb nicht im Eilverfahren von den Marshalls geborgen werden.
Marco Bezzecchi realisierte beim Stopp zu einem weiteren Probestart: «Dieser Flügel könnte zu mir gehören.» Der Italiener drehte sich zum Heck um und setzte schließlich den Start um. In der Box erhielt die Mannschaft nach der Rückkehr des fünftschnellsten MotoGP-Piloten Besuch von der Technik-Kommission. Dort wird größter Wert auf eine solide Befestigung aller Bauteile gelegt, ein entsprechender Hinweis ging an Teammanager Paolo Bonora.
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