Streit der GP-Experten: Muss dieser beliebte Fahrer sein F1-Cockpit räumen?
Muss Aston Martin beim Versuch, an die Spitze des Feldes zu gelangen, auf die Jungend statt auf Altmeister Fernando Alonso setzen? Diese Frage spaltet die F1-Experten Martin Brundle und Nico Rosberg.
Dass Fernando Alonso zu den schnellsten Rennfahrern der Welt gehört, lässt sich leicht am Erfolgsausweis des stolzen Asturiers ablesen. Zwei Formel-1-WM-Titel in Folge hat er errungen, einmal krönte er sich zum Champion in der Langstrecken-WM, zwei Mal gewann den prestigeträchtigen 24-Stunden-Klassiker in Le Mans. Ausserdem stellte er sich auch anderen Herausforderung, wie etwa dem Indy 500 und der Dakar-Rallye.
Der Spanier ist weiterhin in Top-Form, auch wenn er dies im deutlich unterlegenen Aston-Martin-Renner nicht mit Spitzenergebnissen unter Beweis stellen kann. Dennoch kommt Martin Brundle zum Schluss: Aston Martin sollte auf die Jugend statt auf den Altmeister setzen. Er erklärte zwar bei «Sky Sports F1»: «Ich liebe die aktuelle Formel 1, du hast nach den 20-jährigen Kimi Antonelli, und du kannst ihn an Grössen wie Fernando Alonso und Lewis Hamilton messen, die über 40 Jahre alt sind. Und es ist super, eine so grosse Spanne an Altersklassen im Feld zu haben.»
Kein Platz für den Altmeister?
«Das kommt jetzt sicherlich nicht so gut an, aber wenn ich Aston Martin leiten würde, dann würde ich das Team neu aufbauen. Ich würde auf die Zukunft setzen. Adrian Newey sitzt unermüdlich am Reissbrett. Ich wäre geneigt, eine Fahrer-Paarung zu wählen, die Mitte 20 ist – um auch auf der Fahrer-Seite Aufbauarbeit zu leisten», fügte der Brite an.
Als der mit ihm kommentierende 2016er-Weltmeister Nico Rosberg betonte: «Das sind ja grosse Neuigkeiten, Martin meint, wir sollten Fernando Alonso rauswerfen», wehrte sich Brundle: «Ich wusste, dass du es so auslegen würdest. Du hast recht, das habe ich eigentlich gesagt. Aber ich meine es nicht so, denn ich habe auch betont, dass wir ihn sehr gerne dabeihaben. Aber wenn ich das Team wäre, dann würde ich ein neues Fahrer-Duo wählen, um für die nächste Phase gerüstet zu sein.»
Nico Rosberg ist sich sicher: Aston Martin ist beim Fahrer-Duo gut aufgestellt
«Dem stimme ich nicht zu», erwiderte Rosberg. «Denn wenn man Fernando mit seinem Teamkollegen Lance Stroll vergleicht, kommt man zum Schluss, dass er immer noch wirklich gut fährt. Er dominiert in jeder einzelnen Session. Und wir dürfen nicht vergessen, dass Lance mit einem guten Auto in die Top-6 fahren kann. Er ist ein ordentlicher Fahrer. Ich denke deshalb, dass er ein ganz passabler Massstab ist.»
«Aston Martin hat vielmehr das Problem, dass sie neben Fernando keinen jungen Superstar einsetzen können, weil Lance dort offenbar gesetzt ist. Das ist sozusagen das Dilemma, in dem sie stecken», führte der Deutsche mit Blick auf die Tatsache aus, dass das Aston Martin Team Lance Strolls Vater Lawrence gehört. «Aber ich denke, derzeit sind sie mit diesen beiden Fahrern auch gut aufgestellt, um das Team nach vorne zu bringen.»
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