FP1, Mandalika: Bezzecchi unantastbar, Marc Marquez vor WM-Leader Martin
Bereits die erste Session auf Lombok war eine Hitzeschlacht mit dem besten Ausgang für Aprilia – Marco Bezzechi gab das Tempo vor. Vorjahressieger Aldeguer stürzte, Marc Marquez fuhr spät auf Platz 2.
Wenig zu philosophieren gab es vor der ersten MotoGP-Session zum Indonesien-GP über die Wetterlage. Von Regen keine Spur – alle Vorzeichen für Runde 17 der WM-Saison 2026 stehen auf einen Hitze-GP bei konstanten Bedingungen. Die Temperaturen auf Lombok brachten vielmehr die Reifentechniker ins Schwitzen. Bereits zu Beginn des FP1 wurden 54 Grad am Asphalt gemeldet.
Auf den Kurs gingen 21 Stammfahrer plus Ersatzpilot Aleix Espargaro. Der HRC-Testfahrer ersetzt in Mandalika den in Misano erkrankten Joan Mir. Bereits im ersten freien Training enterten die Trackhouse-Piloten den Kurs wieder im Gulf-Design. Die Mannschaft von VR46 wird ihr Spezial-Design zu Ehren des indonesischen Hauptsponsors Pertamina erst am Sonntag zur Schau stellen.
Im Vorfeld des GP wurde Aprilia von etlichen Athleten als Favorit ausgerufen und als die Piloten die ersten fliegenden Runden auf dem Mandalika International Circuit abgepult hatten, lag RS-GP-Pilot Raul Fernandez in Front. Der Trackhouse-Fahrer setzte mit einer 1:31,0 min die erste Orientierungsmarke.
Es folgte zunächst ein bunter Mix mit Di Giannantonio, Acosta, Aldeguer, den Marquez-Brüdern sowie den beiden Yamaha-Piloten Fabio Quartararo und Alex Rins. Motegi-Überraschungsmann Enea Bastianini mischte zu Beginn ebenfalls in den Top 10 mit.
Als die erste Viertelstunde abgespult war, hatte sich das Bild verändert. Fabio Di Giannantonio war als erster Fahrer unter die Marke von 1:30 min gestoßen. Fermin Aldeguer folgte wenig später auf Platz 2 – der Spanier hatte an Ort und Stelle vor einem Jahr seinen ersten MotoGP-Triumph gefeiert. Doch Raul Fernandez legte sofort nach; «RF25» kam auf 1:30,5 min und war damit im Bereich der schnellsten Rennrunde von 2025 unterwegs. Zum Vergleich: Der Rundenrekord aus dem Q2, gehalten von Marco Bezzecchi, steht bei 1:28,832 min.
Erstmals mussten zur gleichen Zeit die Marshalls ausrücken. Honda-Rookie Diogo Moreira war in Kurve 1 ausgerutscht. Da die RC213V nicht mehr lief, eilte der unversehrte Brasilianer zu Fuß in die LCR-Box zurück.
Zur Mitte der Session Freude und Enttäuschung zugleich im Aprilia-Lager. Während Bezzecchi die Spitze mit einer 1:30,132 übernahm, flog Ai Ogura bei hohem Tempo in Kurve 7 von der Trackhouse-Aprilia. Auch der Japaner kam glimpflich davon. Die Top 10 nach 25 Minuten: Bezzecchi, Fernandez, Di Giannantonio, Aldeguer, Martin, Rins, Marc Marquez, Bagnaia, Acosta und Quartararo.
Besser zurecht als bei seiner Rückkehr in Motegi kam Maverick Viñales. Mit 1,6 Sekunden Rückstand lag der Tech3-Pilot hinter Zarco auf Position 16.
Wenig später der dritte Crash: Gresini-Pilot Aldeguer rutschte wie Moreira in der ersten Kurve aus. An der Spitze zeigte sich derweil die Stärke der RS-GP. Martin hatte sich auf P3 geschoben, damit lagen drei Aprilia in Front. Bester KTM-Pilot war weiter Acosta auf Rang 9. Eine heikle Situation hatte Pecco Bagnaia zu überstehen. Der Ducati-Werksfahrer lief mit hohem Tempoüberschuss auf Miller auf, Bagnaia musste durch den Kies ausweichen, kam aber nicht zu Fall.
Auch auf der anderen Seite der Box herrschte Anspannung. Marc Marquez verlor auf Position 7 bereits fast 0,9 Sekunden auf Marco Bezzecchi, sechs Zehntel auf WM-Rivale Martin.
Die letzten fünf Minuten sahen einen dynamischen Pedro Acosta. Der KTM-Pilot verbesserte sich auf Platz 4, verlor knapp drei Zehntel auf den Spitzenreiter. In den letzten Runden dann doch noch ein Ausrufezeichen des Weltmeisters. Marc Marquez presste aus der GP26 eine halbe Sekunde heraus und zog zwei Minuten vor der Flagge auf Platz 2 – und damit an Jorge Martin vorbei.
Raul Fernandez fiel damit auf Platz 5, Di Giannantonio noch hinter Morbidelli auf Platz 8 ab. Respekt verdiente sich einmal mehr Yamaha-Pilot Quartararo auf Position 8. Der Franzose schloss das FP1 vor Aldeguer und Alex Marquez ab.
Wenig überraschend fuhr ganz hinten Ersatzmann Aleix Espargararo. Nach sechsmonatiger Pause verlor der Katalane 2,7 Sekunden auf Marco Bezzecchi. Noch nichts zu sehen war auch von den anderen Honda-Fahrern. Schnellster war Zarco auf 14 vor Yamaha-Rookie Toprak Razgatlioglu.
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach





