Quiles verblüfft über sich selbst: «Wer hätte das vor zwei Wochen gedacht?»
Drei Wochen nach seinem Schlüsselbeinbruch siegte WM-Leader Maximo Quiles (Aspar) in Aragon. Im Moto3-Rennen lieferte sich der Spanier ein sehenswertes Duell mit Intact-Pilot David Almansa.
Moto3-WM-Leader Maximo Quiles stürzte Anfang August im Moto3-Qualifying in Silverstone schwer. Mit gebrochenem Schlüsselbein musste er die Heimreise antreten, am Grand Prix konnte er nicht mehr teilnehmen. Nach erfolgreicher Operation und zweieinhalb Wochen Genesungszeit stand der Aspar-Pilot bei seinem Heim-GP in Aragon wieder am Start.
Der junge Spanier brauchte nicht lange, um wieder in Schwung zu kommen. Im Qualifying stellte er seine KTM auf Startplatz 3. Im Rennen erwischte er einen guten Start und konnte sich in der Top-Gruppe, die bereits nach wenigen Runden auf vier Fahrer zusammengeschrumpft war, halten – mit Pole-Setter David Almansa (Intact GP) an der Spitze. In der zweiten Rennhälfte kämpften Almansa, Quiles, Carpe und Morelli um den Sieg.
Fünf Runden vor Schluss übernahm Quiles die Führung. Danach konnte der Schützling von MotoGP-Champion Marc Marquez den Sieg knapp vor Almansa nach Hause fahren. Die Ziellinie überquerte Quiles mit 0,264 sec Vorsprung. Teamkollege Marco Morelli wurde Dritter.
«Das ist der speziellste Sieg meiner Karriere; es fühlt sich an wie ein Triumph. Wer hätte das vor zwei Wochen gedacht, als ich gerade operiert worden war?», freute sich der 18-Jährige. «Ich habe die letzten zwanzig Tage damit verbracht, meine Genesung voranzutreiben, und bin nun sehr glücklich. Das gesamte Team hat großartige Arbeit geleistet – die Physiotherapeuten, mein Trainer … dieser Sieg ist für sie alle!»
Quiles: «Ich will nur noch in meinen Truck, um zu schlafen»
Wie ist es ihm körperlich ergangen im Rennen über 17 Runden? «Es war hart. Ich bin so müde – ich will nur noch in meinen Truck, um zu schlafen», schmunzelte ein müder, aber überglücklicher Maximo Quiles. Wie schlimm war es im Rennen mit den Schmerzen? «Es war nicht schlimm, ich hatte wenig Schmerzen. Um diese nicht zu haben, musste ich aber alles ein wenig mit meinem linken Arm und den Beinen kompensieren. Deshalb fühlt sich mein gesamter Körper sehr müde an. Ich war am gesamten Wochenende nicht bei 100 Prozent, auch nicht bei 90. Ich habe im Rennen aber auch nicht zu viel riskiert. Als ich sah, dass Almansa näherkam, hätte der Maximo von vor drei Wochen gesagt, dass ich noch mehr pushen muss. Aber dieses Mal sagte ich zu mir, dass ich meinen Rhythmus beibehalten muss – und wenn er mich einholt, dann ist es eben so. Ich bin froh darüber, dass ich mich mental an die Situation anpassen konnte.»
Quiles erzielte in Aragon seines siebten Saisonsieg. In der WM-Tabelle hat er seinen Vorsprung auf 97 Punkte ausgebaut. Zweiter ist derzeit Alvaro Carpe, auf Platz 3 liegt David Almansa, der in Aragon ebenfalls ein starkes Rennen zeigte.
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach

