MotoGP: Gute Vorzeichen auf neuen Zuschauerrekord beim Sachsenring-GP
Der Motorrad Grand Prix von Deutschland 2026 (10. - 12. Juli) auf dem Sachsenring wirft immer stärkere Schatten voraus. Beim «Media Kick-Off» wurden weitere starke Fakten und Zahlen präsentiert.
«Wir als Organisationsteam sind uns sicher: Es wird laufen», begann Klaus Klötzner, der Vorsitzende des ADAC Sachsen, seine Rede beim «Media Kick-Off» im gediegenen Leipziger Stadthafen hinsichtlich des vom 10. bis 12. Juli stattfindenden «LIQUI MOLY Motorrad Grand Prix of Germany» auf dem Sachsenring.
Nun könnte so eine Aussage in Bezug auf den mittlerweile 28. in Serie (mit Ausnahmen des ersten Pandemiejahrs 2020 auf dem neuen Sachsenring durchgeführten Motorrad-WM-Lauf eine hohle Phrase sein, doch stützten Klaus Klötzner und sein Nachredner Robert Dorn, Geschäftsführer der die Strippen ziehenden Sachsenring Event GmbH (SEG), diese auf positiv stimmende Fakten und Zahlen.
«Der Ticketvorverkauf lief noch einmal etwas besser als im vorigen Jahr. Da liegen wir in etwa zwei, drei Prozent über dem Wert des Vergleichszeitraumes», fügte Klötzner an. Konkret sind rund 105.000 Tickets bereits weg. Im vorigen Jahr wurde mit offiziell 256.441 Fans live vor Ort zum vierten Mal in Folge eine neue Rekordzahl für den neuen Sachsenring präsentiert. Wie Robert Dorn quasi aus erster Hand weiß, ist der Vorverkauf nur die eine Seite der Medaille: «Wir sind eine Outdoor-Veranstaltung und demzufolge stark Wetter-abhängig. Ob diese Zahl letztendlich erneut getoppt werden kann, hängt also auch stark vom Wetter am Rennwochenende und vom Tageskassen-Geschäft ab. Doch die Vorverkaufszahlen vermitteln schon mal ein gutes Gefühl.»
Masse und Klasse
Gleichzeitig ist sich Dorn bewusst, dass der Sachsenring und vor allem der Stehplatzbereich noch mehr Zuschauer fassen könnte, doch das Ganze ist auch eine Frage der Sicherheit und der Qualität der Veranstaltung. «Ordnung und Sicherheit sind für uns ganz wichtige Themen. Für 250.000 Besucher muss auch eine gewisse Qualität gewährleistet werden. Wir werden in diese Richtung gewissenhaft weiter arbeiten und wollen unseren Standard und den Sicherheitsgedanken erweitern. Dennoch wollen wir neue Fans begeistern und neue Zielgruppen erreichen. Das ist vor allem in wirtschaftlich schweren Zeiten ein ständiger Kampf.»
Wie Dorn des Weiteren berichtete, generiert man 90 Prozent der Einnahmen direkt und indirekt über die Fans. Und zum Thema Sicherheit wusste er zu berichten, dass es 2025 bei 250.000 an den drei eigentlichen Veranstaltungstagen gezählten Besuchern auf dem Areal des Sachsenrings sowie 50.000 auf dem legendären Ankerberg nur 47 polizeilich erfasste Straftaten gab und diese mehrheitlich kleinere Delikte wie (Taschen-)Diebstähle waren.
Dazu passte auch Klaus Klötzners Anmerkung, dass man in Gesprächen mit den Verantwortlichen der Polizei immer wieder zu hören bekäme, dass die uniformierten Kollegen und Kolleginnen gern Dienst am Sachsenring schieben «… weil es dort immer sehr friedlich und familiär zugeht.»
Die Fans sind im Fokus
Wenngleich man auf Grund des offenkundigen Erfolgsrezeptes für den Motorrad Grand Prix auf dem Sachsenring keinen akuten Handlungsbedarf hat, gravierende Veränderungen vorzunehmen, ist man sich bewusst und Willens, den Event-Charakter zum Wohle der zahlenden Kundschaft weiter auszubauen. Gleichwohl ist man auf Grund der Auflagen und vorgegebenen Abläufe der Dorna mit den Möglichkeiten limitiert.
«Es wird nicht so sein, dass am Ende jeder Fan mit einem Autogramm von Marc Marquez oder Valentino Rossi, sofern er denn kommen sollte, nach Hause fahren kann, aber mit vielen kleinen Veränderungen wollen wir trotzdem eine größere Nahbarkeit der Fahrer erreichen und die Möglichkeiten an individuellen Erlebnissen steigern. Das haben wir uns zur großen Hausaufgabe gemacht, ist aber auch eine Aufgabe des Serienpromoters. Unsere Wünsche und Ideen tun wir aber sehr wohl immer und immer wieder kund.»
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