Quartararo hatte seine Freude: «Zarco fuhr, als ginge es um den WM-Titel»
Yamaha-Werksfahrer Fabio Quartararo profitierte vom frühen Ausfall schneller Gegner. Nach dem MotoGP-Sprint nahm der Franzose einen Punkt mit – und freute sich über bunte Unterhaltung vor ihm.
Im Zeittraining am Freitag hatte Fabio Quartararo wie so oft mit einer Hammer-Runde für gute Laune in der Box des Yamaha-Werksteams gesorgt. «El Diablo» quetschte aus der M1 eine 1:43,230 min und war damit als Siebter direkt im Q2 und auch schneller als WM-Spitzenreiter Jorge Martin.
Im Q2 fuhr Quartararo eine 1:43,0 min – zu langsam. Alle elf weiteren Teilnehmer der Session waren vor dem Sprint mit 1:42er-Zeiten unterwegs. Damit ging es von P12 in das kurze Rennen. Der zukünftige Honda-Pilot schaffte es, sich durch Kurve 1 zu verteidigen, und nachdem Alex Marquez in Kurve 1 ein mittelgroßes Loch geschossen hatte, fand sich die Nummer 20 an neunter Position wieder.
Quartararo duckte sich und fuhr ein eigenes Rennen – bis ins Ziel. Der Werksfahrer kommentierte das Resultat trocken: «Ich bin vor dem Rennen davon ausgegangen, dass ich auf Platz 12 oder 13 ins Ziel komme. Wenn wir also die drei Kollegen abziehen, die in jedem Fall ein besseres Tempo hatten, ist Platz 9 das Beste, was zu erreichen war. Klar, nehmen wir den Punkt mit, aber wir kennen unser Potenzial.» Gemeint war das Sturztrio mit Alex Marquez (Gresini-Ducati), Pedro Acosta (Red Bull KTM) und Fabio Di Giannantonio (VR46-Ducati).
Der 27-Jährige grinste aber aus einem anderen Grund. Quartararo, der auf dem weichen Hinterreifen unterwegs war, fuhr lange gut eine Sekunde hinter LCR-Pilot und Landsmann Johann Zarco und Trackhouse-Athlet Raul Fernandez. «Ich hatte vor allem viel Spaß in dem Rennen. Das, was Johann und Raul vor mir veranstaltet haben, war ein Genuss. Die beiden sind gefahren, als ginge es um den WM-Titel», Quartararo lachend.
Für einen Angriff auf die beiden fehlte das Tempo. Die Zielflagge erreichte Quartararo 1,7 Sekunden später – und gut zehn Sekunden hinter Sieger Marc Marquez. Vor dem Großen Preis von Japan rangiert Fabio Quartararo unverändert auf Platz 11, direkt hinter Honda-Rookie Moreira.
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