Verrückter Sprint: Trackhouse-Pilot Ogura fuhr von Platz 7 aufs Podest
Die MotoGP-Fans auf Lombok sahen einen Überraschungssprint – denn dass Ai Ogura auf Platz 2 landet, damit hatten auch die größten Aprilia-Optimisten nicht gerechnet. Der Japaner nahm das Geschenk an.
Noch am Freitag war die Stimmung bei Trackhouse auf der Seite von Ai Ogura gedrückt. Der Japaner hatte es nicht geschafft, sich direkt ins zweite Qualifying zu fahren. Am Samstag lief es besser, aber noch immer nicht nach den Vorstellungen des zukünftigen Yamaha-Werksfahrers Ogura. Der Sprung ins Q2 gelang über das Q1, doch als es um die besten Startplätze ging, verlor die Nummer 79 eine halbe Sekunde auf die Pole und Teamkollege Raul Fernandez.
Beim Indonesien-Sprint fielen Ogura dann gleich mehrere Geschenke zu. Das erste kam nach wenigen hundert Metern mit dem Doppel-Crash der Markenkollegen Fernandez und Bezzecchi. Geschenk Nummer 2: Auch Fabio Di Giannantonio ging in der ersten Kurve weit. Nach gutem Start fand sich Ogura damit bereits nach der ersten Runde an dritter Stelle wieder.
Während Jorge Martin an der Spitze davonzog, gelang es Ogura in der Mitte des Rennens über 13 Runden, Platz 2 und Marc Marquez näherzukommen. Doch das nächste Opfer hieß nicht Marquez, sondern Martin. Der Aprilia-Werksfahrer fiel im Finale mit Problemen zurück, verlor einen Podestplatz und die WM-Führung. Ogura nahm auch das Geschenk für Platz 2 an und fuhr damit als bester Aprilia-Pilot über die Linie.
Japans MotoGP-Held nach dem Indonesien-Sprint: «Das war ein fantastisches Rennen – aber diese Position kommt normal nicht auf diesem Weg zustande. Während des Rennens habe ich gleich drei Stellen gehabt, an denen wir uns noch verbessern können. Wenn man um solche Spitzenplätze fahren will, dann muss es besser laufen. Wir haben also noch jede Menge Arbeit vor uns – aber trotzdem freue ich mich auf den Sonntag!»
Da der WM-Sechste Fabio Di Giannantonio direkt hinter Ai Ogura durchs Ziel fuhr, änderte sich für den Japaner nichts am Tabellenstand. Der Trackhouse-Athlet machte allerdings fünf Punkte auf Rang und Pedro Acosta gut. Auf den besten KTM-Fahrer fehlt lediglich ein Punkt.
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