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Bulega über sein junges Ich: «Sah aus, als könnte ich alles niederreißen»

2016 bestritt Nicolo Bulega seine erste volle Moto3-Saison, fuhr zweimal aufs Podium und wurde WM-Siebter. Anschließend ging es immerzu abwärts, bis er von Ducati im SBK-Paddock eine Chance erhielt.

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Die Karriere von Nicolo Bulega lag in Trümmern, als er nach drei erfolglosen Jahren in der Moto2-WM von Aruba-Chef Stefano Cecconi aufgefangen und für 2022 in der Supersport-WM untergebracht wurde. Die weitere Geschichte liest sich wie aus einem Märchen: Nach den Rängen 3 und 1 in der mittleren Hubraumkategorie wurde der Italiener 2024 in Ducatis Superbike-Werksteam befördert, mit dem er seither die WM-Ränge 2, 2 und 1 sowie in 105 Rennen 89 Podestplätze erobert hat, davon 49 Siege.

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Obwohl in der Superbike-WM 2026 noch die drei Läufe am kommenden Wochenende in Jerez zu fahren sind, hat Champion Bulega bereits jetzt eine Reihe der wichtigsten Rekorde auf der Habenseite. Er gewann 29 Rennen in einer Saison, der alte Rekord von Alvaro Bautista aus dem Jahr 2023 stand bei 27. Bulega triumphierte in neun der bislang elf Events in allen drei Läufen und hat mit 664 Punkten ebenfalls eine Bestmarke aufgestellt. Saisonübergreifend 44 Podestplätze in Folge gelangen vor ihm keinem, bezüglich Podestplätze in einer Saison (33) liegt nur noch Jonathan Rea vor ihm – der Nordire schaffte 2019 auf Kawasaki erstaunliche 34.

Nico Bulega: «Habe viele Dinge in meinem Leben geändert»

«Es gibt viele Fahrer, die sehr stark in ihre Karriere starten und dann aus gewissen Gründen etwas zurückfallen», erzählte Nicolo. «Anschließend tun sie sich schwer damit zurückzukommen. Meine Geschichte ist auch so. Als ich in die Weltmeisterschaft kam, sah es so aus, als könnte ich alles niederreißen, dann machte ich viele Fehler und war möglicherweise nicht bereit für eine Meisterschaft auf hohem Niveau. Ich benötigte einen Neustart, um wieder an mich glauben zu können. Dafür habe ich viele mir nahestehende Menschen gebraucht, die mich unterstützen, an mich glauben und mich täglich antreiben. Ich habe viele Dinge in meinem Leben geändert, um an diesem Punkt anzugelangen.»

Bulega hat einen Rat, der Allgemeingültigkeit besitzt: «Wenn sich in deinem Leben Schwierigkeiten auftun, versuche alles zu geben. Wenn du dich abends schlafen legst, und du hast während des Tages alles getan, was in deiner Macht steht, dann bist du im Reinen mit dir selbst. Wichtig ist, niemals aufzugeben. Und manchmal musst du Dinge tun, an die du dich nie rangetraut hast – um deine Ergebnisse zu verbessern, wenn wir über Sport reden.»

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Für 2027 und 2028 hat Bulega einen MotoGP-Vertrag mit dem VR46-Ducati-Team von Valentino Rossi unterschrieben und wird sich die Box mit Fermin Aldeguer teilen. Dann beginnt für ihn der nächste Karriereabschnitt.

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