Formel 1

Valtteri Bottas: Steter Kampf gegen die Gerüchteküche

Von - 16.02.2017 10:48

Valtteri Bottas lernt die Begleitumstände eines Fahrers bei einem Topteam langsam aber sicher kennen. Denn der Finne dementiert bereits kräftig.

Es ist nicht so, als hätte Valtteri Bottas in den vergangenen Jahren bei Williams in der Anonymität gearbeitet. Der 27-Jährige wurde auch dort mit den Gepflogenheiten der Motorsport-Königsklasse konfrontiert. Der Finne wurde zum Beispiel immer wieder als Nachfolger seines Landsmanns Kimi Räikkönen bei Ferrari ins Spiel gebracht.

Übliche Auswüchse der jährlichen Silly Season, die Bottas aber durchaus genervt haben. Nun ist er aufgestiegen, ist Nachfolger des zurückgetretenen Weltmeisters Nico Rosberg und damit neuer Teamkollege von Lewis Hamilton bei Mercedes. Es ist keine Frage, dass die Erwartungen an ihn in gleichem Maße steigen, allerdings rückt er damit auch noch stärker in den allgemeinen Fokus. Von der Wohlfühloase Williams zum Haifischbecken Mercedes, um es mal etwas überspitzt zu formulieren.

Erste Giftpfeile von Hamiltons Vater Anthony («Lewis ist ein Karrierekiller») parierte Bottas bislang problemlos («Bin nicht hier, um Zweiter zu werden»). Allerdings gibt es für ihn nun auch andere Nebenkriegsschauplätze. Und Bottas kommt momentan aus dem Dementieren nicht mehr heraus.

Da wäre zum einen der angebliche Einjahresvertrag, den Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff zumindest nicht dementiert, sondern eher bestätigt hat: «Für uns war der Schlüssel, uns die Optionen offenzuhalten und Valtteri ist sich dessen bewusst.»

Parallel dürfte klar sein, dass Bottas’ Wechsel von Williams zu Mercedes auch finanziell versüßt wurde. Die Rede ist von einer angeblichen Gehaltssteigerung von bislang drei auf satte acht Millionen Euro. Nun soll er sogar mehr verdienen als Landsmann Kimi Räikkönen bei Ferrari.

Bottas sagte der finnischen Nachrichtenagentur Suomen Tietotoimisto: «Ich weiß nicht, wo diese Zahlen herkommen und ich mag es auch nicht, darüber zu sprechen. Es ist nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Es ist die übliche Spekulation», sagte Bottas.

Daneben soll der Aufsichtsratsvorsitzende Niki Lauda dem neuen Mann angeblich ganze vier Rennen Zeit geben, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Ein erstes Anzeichen, dass bei Mercedes ein anderer Wind weht? «Mir ist kein Zeitplan vorgegeben worden. Aber natürlich erwartet das Team gute Ergebnisse und die muss ich liefern», so Bottas.

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