Formel 1

Romain Grosjean: Kein Glück und dann auch noch Pech

Von - 10.06.2018 15:10

«Erst hatte er kein Glück, und dann kam auch noch das Pech hinzu». Der Spruch des früheren Fußballprofis Jürgen Wegmann passt in dieser Saison perfekt zu Romain Grosjean. Der Franzose zieht das Unglück 2018 förmlich an.

Er sitzt in einem Haas, mit dem er um gute Punkte fahren kann, um die vierte Kraft hinter den drei Topteams Mercedes, Ferrari und Red Bull Racing streiten kann. Doch seit Australien ist der Wurm drin. Das Radmutter-Debakel des Haas-Teams beim Reifenwechsel zerstörte den Traum von einer großen Sensation und die Rennen von Grosjean und von seinem Teamkollegen Kevin Magnussen.

Doch Magnussen fand in die Spur und in die Saison, konnte bereits 19 Punkte einfahren. Bei Grosjean lief fortan nichts mehr, nur das Pech lief ihm hinterher, wechselte sich mit Patzern des Franzosen ab. Null Punkte hat er, als einziger Fahrer neben Williams-Rookie Sergey Sirotkin.

In Kanada ging es nahtlos weiter. Im Training fuhr er ein Murmeltier tot und damit seinen Frontflügel kaputt. Im Qualifying qualmte sein Haas die Boxengasse voll: Probleme mit der Power Unit, Quali beendet, letzter Startplatz. Dabei war mehr drin. Mal wieder.

Er nimmt seine Serie inzwischen mit einer Portion Galgenhumor. «Vielleicht steckte ja noch der Bieber (natürlich war es ein Murmeltier, d.Red.) von Freitag irgendwo drin», scherzte er.

«Ernsthaft: Wir können darüber nur noch lachen, weil es einfach eine furchtbare Pechsträhne ist. Wir hatten echt richtig hartes Pech», sagte er. In der Hoffnung, dass die Portion für dieses Jahr nun endlich aufgebraucht ist.

Sein Teamchef Günther Steiner stimmt in das Klagelied mit ein. «Wir werden das Unglück einfach nicht los, genauso wie wir daran gar nicht glauben. Wir hatten bei Romain einen guten Speed im Auto.»

Das sieht auch Grosjean so, der mit dem Upgrade zufrieden war. Platz sieben sei möglich gewesen, meinte er. Punkte sollen es trotzdem werden. «Zum Glück sind wir nicht in Monaco. Als Letzter zu starten ist nie ideal, aber du kannst hier überholen. Wir werden mit den Reifen dann einfach etwas anderes versuchen als die anderen.»

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