Formel 1

Mark Webber, Brendon Hartley: Quälen in den USA

Von - 13.08.2018 09:33

​Der Australier Mark Webber und der Neuseeländer Brendon Hartley sind keine Fans des süssen Nichtstuns: In Colorado (USA) nahmen sie am «Leadville Trail 100 MTB»-Rennen teil, statt am Strand zu liegen.

Die Formel-1-Fahrer sind auf Tauchstation, einige durchaus wörtlich. Die Rennfahrer posten Bilder von sich am, im oder unter Wasser, die meisten Grand-Prix-Piloten sind im Mittelmeerraum zu finden. Es gibt jedoch auch andere Arten, die Sommerferien zu verbringen, wie die beiden Sportwagen-Weltmeister Mark Webber und Brendon Hartley beweisen: Sie haben am «Leadville Trail 100 MTB»-Rennen teilgenommen, einem Radwettbewerb in Colorado.

Der zweifache Porsche-Sportwagenchampion Hartley sass mehr als neun Stunden auf dem Mountain-Bike und legte 3550 Höhenmeter zurück, nach 161 Rennkilometern wurde der Kiwi 241. von 1536 Teilnehmern. In der Kategorie der 20- bis 29-Jährigen wurde er 36. von 85 Radfahrern. Seine Frau Sarah begleitete ihn in die USA.

Danach meldete sich Brendon auf Instagram zu Wort: «Ich bin stolz, dass ich das Leadville 100 MTB-Rennen am Rande des Himmels abgehakt habe. Ein brutaler Tag! Es ist verblüffend, wie viel du über dich selber lernst, wenn du an deine Grenzen getrieben wirst – ein fabelhaftes Gefühl. Und nun wieder zurück in die Ferien!»

Der neunfache GP-Sieger Mark Webber hat nicht zum ersten Mal am Leadville 100 teilgenommen. Die 165 Kilometer durch die Rocky Mountains von Colorado sind kein Kindergeburtstag. Der langjährige Red Bull Racing-Pilot sagt in einem Blog auf aussiegritapparel.com: «Du musst dich der Meereshöhe anpassen. Du musst auch auf die Ernährung achten, um volle Energie zu haben, du brauchst reichlich Kohlehydrate. Am Tag des Wettkampfs stehst du um vier Uhr früh auf, um sechs Uhr geht das Rennen los.»

«Während der Fahrt nehme ich Pfannkuchen zu mir, Reiskekse, Marmelade- oder Erdnussbutter-Sandwiches oder kleine gekochte Kartoffeln, im letzten Teil der Strecke Zuckergel und Red Bull. Es ist ein wahrer Belastungstest, du darfst mental und körperlich nicht einbrechen, du musst einen guten Rhythmus finden. Manchmal fährst du mit Teilnehmern, die ungefähr gleiche Leistungsziele haben wie du. Es macht Spass, sich mit ihnen zu unterhalten.»

«Ich bin schon ein paar Mal mit Kumpels gefahren. Da wird die ganze Zeit über gescherzt und gepiesakt, und klar willst du vor den Anderen ins Ziel kommen. Die Landschaft ist wirklich der Hammer. Über der Baumgrenze wird es sehr karg, die Aussichten sind atremraubend.»

Mark Webber belegte Rang 329, mit einer Zeit von 9:24:32 Stunden.

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