MotoGP

Marc Márquez: Der steile Weg zur ersten MotoGP-Krone

Von - 07.11.2018 18:23

Der siebenfache Weltmeister Marc Márquez konnte bereits seine erste Saison in der Königsklasse mit dem WM-Titel krönen. So erkämpfte sich der damalige Rookie 2013 den Gesamtsieg.

Die Erwartungen an Marc Márquez in seiner ersten Saison in der MotoGP-Klasse waren riesig und er bewies von Anfang an, dass er mit der Elite der Königsklasse mithalten konnte. Nach einer starken Vorsaison holte der Honda-Werkspilot bereits im ersten Rennen in Katar mit dem dritten Rang seinen ersten Podestplatz. Am 12. April 2013 sicherte er sich seine erste Pole-Position und gewann daraufhin sein erst zweites MotoGP-Rennen in Austin.

Márquez war damals 20 Jahre und 63 Tage alt und schnappte somit Freddie Spencer den Rekord als jüngster MotoGP-Sieger aller Zeiten weg. Der Amerikaner war 1982 auch erst 20 Jahre und 196 Tage alt, als er in Spa seinen ersten MotoGP-Sieg erzielt hatte. Dank seines Sieges kam Marc als WM-Leader zum dritten Rennen nach Jerez, er führte die Wertung vor seinem Honda-Teamkollegen Dani Pedrosa an.

In Frankreich holte sich der Honda-Aufsteiger am Samstag im Qualifying die Pole und fuhr am Sonntag als Zweiter aufs Podest, obwohl er zum ersten Mal in seinem Leben eine MotoGP-Maschine im Regen bewegen musste. Im darauffolgenden Rennen in Italien verlor er die Kontrolle über das Vorderrad und stürzte nur drei Runden vor dem Ende des Rennens an dritter Stelle liegend. Marc kam schnell über den Vorfall hinweg und kehrte beim nächsten Rennen in Barcelona als Dritter wieder aufs Podium zurück.

In Assen brach sich sein Titelrivale Jorge Lorenzo am Donnerstag das Schlüsselbein und Marc erlitt ebenfalls einen Sturz im FP3 am Freitag, wobei er sich Finger und Zehe brach. Lorenzo unterzog sich am Freitag einer OP und kehrte fürs Rennen zurück. Der Spanier erzielte einen unglaublichen fünften Platz. Auch Marc kam gut mit seinem gebrochenen Gliedmassen zurecht und schaffte einen wichtigen zweiten Rang.

In Deutschland dominierte Márquez das Rennen und holte sich mit dem Sieg die Führung in der WM von seinen Hauptrivalen Lorenzo und Pedrosa zurück. Beiden mussten beim Rennen aussetzen, weil sie im Training gestürzt waren. Marcs Erfolgssträhne ging weiter und er siegte auch im darauffolgenden WM-Lauf in Laguna Seca. Er war der erste MotoGP-Rookie, der dort je gewonnen hatte und im Alter von 20 Jahren und 154 Tagen auch der jüngste Fahrer, der in aufeinanderfolgenden MotoGP-Rennen siegreich sein konnte – ein weiterer Rekord, den er Spencer abnahm (21 Jahre und 104 Tage, Südafrika und Frankreich, 1983). Er siegte erneut in Indianapolis und wurde der erste Rookie seit Kenny Roberts 1978er-Siegen in Österreich, Frankreich und Mugello, der in der Königsklasse drei Rennen nacheinander gewinnen konnte.

Marc siegte zum vierten Mal in Folge in Brünn und wurde damit der erste Fahrer seit Valentino Rossi 2008, der vier oder mehr aufeinanderfolgende Rennen in der Königsklasse für sich entschied und der jüngste Fahrer, der vier Siege in Folge in der grössten Klasse feiern konnte.

In Silverstone stürzte Marc am Sonntagmorgen im Warm-up und kugelte sich die linke Schulter aus. Glücklicherweise konnte er im Rennen antreten und schaffte es auf den zweiten Platz, nachdem er von der Pole gestartet war. Das war sein 50. WM-Podestplatz. Mit 20 Jahren und 162 Tagen erlangte er damit einen Meilenstein und nahm Dani Pedrosa (21 Jahre und 162 Tage) diesen Rekord ab.

Zwei Wochen später in Misano sicherte sich Marc die sechste Pole der Saison und wurde Zweiter im Rennen. In Aragón sorgte eine leichte Berührung zwischen den Honda-Teamkollegen dafür, dass der Geschwindigkeits-Sensor an Danis Hinterrad kaputtging und ihn in die Luft fliegen liess. Marc fuhr weit neben die Strecke, blieb aber unversehrt und jagte Lorenzo nach. Er siegte zum sechsten Mal in diesem Jahr.

Das Team blieb fokussiert, hielt zusammen und erlebte in Malaysia ein weiteres fantastisches Wochenende, wobei sie einen 1-2-Sieg erringen konnten. Marc wurde Zweiter hinter Dani – aber blieb noch vor Lorenzo. Eine Woche später, in Australien, sorgten Reifenprobleme für eine neue Renndistanz von 19 Runden, mit mindestens einem obligatorischen Boxenstopp, um das Motorrad zu wechseln. Den Fahrern war es nicht erlaubt, mehr als zehn Runden mit demselben Hinterreifen zu fahren, aber Marc fuhr in die Box, bevor er über die Ziellinie fuhr, um die elfte Runde zu beenden. Ihm wurde die schwarze Flagge gezeigt, nachdem er wieder ins Rennen eingestiegen war. Das Team hatte fälschlicherweise verstanden, dass er zehn Runden fertig fahren und vor Ende der elften Runde zurückkommen dürfte.

Marc und sein Team kamen schnell über den Schrecken der Disqualifikation hinweg und flogen zum Auftakt der drei Übersee-Rennen nach Japan. Der Grand Prix in Motegi wurde von Unwettern bestimmt, was zur Folge hatte, dass die Fahrer am Freitag überhaupt nicht auf die Strecke fahren konnten. Nur eine erweiterte 75-minütige, nasse Qualifying-Session wurde am Samstag-Nachmittag abgehalten und am Sonntagmorgen gab es 45 weitere Trainingsminuten.

Mit weniger als einer Stunde Übung mit der MotoGP-Maschine auf dem trockenen Twin Ring von Motegi, erzielte Marc den zweiten Platz hinter Lorenzo. Das bedeutete, dass beim letzten Rennen in Valencia nur 13 Punkte zwischen den zwei Spaniern lagen. Zurück in Spanien, fuhr Marc die schnellsten Zeiten im ersten, zweiten und dritten Training, bevor er sich die neunte Pole-Position der Saison sicherte. Am Sonntag fuhr er ein reifes Rennen und landete sicher auf dem dritten Platz, der ihm den MotoGP-Titel in seiner Rookie-Saison sicherte.

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Marc Márquez holte sich bereits bei seinem zweiten MotoGP-Einsatz in Austin den Sieg © Gold & Goose Marc Márquez holte sich bereits bei seinem zweiten MotoGP-Einsatz in Austin den Sieg
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