Superbike-WM

Tom Sykes erleichtert: Der Charakter der BMW passt!

Von - 19.12.2018 07:38

Zwei Tage lang machten sich Tom Sykes und Markus Reiterberger auf dem Andalucia Ring in Südspanien mit der neuen Werks-BMW vertraut. Teamchef Shaun Muir über die ersten Eindrücke der Fahrer.

Am Montag erlebten wir eine Reihe Premieren auf dem erst wenige Jahre alten Andalucia Ring in der Nähe der spanischen Küstenstadt Almeria. Es war der erste Einsatz der neuen BMW S1000RR in Superbike-Konfiguration und damit auch die Premiere von Markus Reiterberger und Tom Sykes auf der Maschine

Der Engländer fährt seit 2009 Vollzeit in der Superbike-WM, von 2010 bis 2018 war er bei Kawasaki unter Vertrag. Mit dem WM-Titel 2013, 34 Laufsiegen, 108 Podestplätzen, 48 Pole-Positions und 38 schnellsten Rennrunden ist Sykes einer der erfolgreichsten Superbike-Piloten. Von 2012 bis 2017 beendete er die Weltmeisterschaft immer (!) in den Top-3, dreimal wurde er Vizeweltmeister. Nach Suzuki, Yamaha und Kawasaki ist BMW der vierte Hersteller, mit dem der Mann aus der Grafschaft Yorkshire in der seriennahen Weltmeisterschaft antritt.

Kein anderer Pilot hat so viel Erfahrung mit der BMW wie Markus Reiterberger. Der 24-jährige Bayer gewann dreimal die IDM Superbike und wurde 2018 Superstock-Europameister.

Mit diesen beiden Fahrern und dem werksunterstützten Team Shaun Muir Racing (SMR) will BMW in den kommenden drei Jahren an alte Glanzzeiten anschließen.

Der bayerische Hersteller hat mit seinem Werksteam in der Superbike-WM zwischen 2009 und 2013 insgesamt 12 Siege, 41 Podestplätze, 12 schnellste Rennrunden und eine Pole-Position erobert. Marco Melandri sorgte 2012 als Dritter für die beste WM-Platzierung. Den letzten Podestplatz für BMW eroberte der Italiener am 20. Oktober 2013 mit Rang 2 im ersten Rennen in Jerez.

SPEEDWEEK.com sprach nach dem Roll-out in Spanien mit Teamchef Shaun Muir.

Shaun, wie fiel die Reaktion von Tom Sykes nach seinen ersten Runden mit der BMW aus?

Er fand schnell Gefallen am Motorrad, ihm taugt dessen Charakter. Entsprechend ist er sehr optimistisch und glücklich.

Sykes saß seit 2010 auf einer Kawasaki; hilft das BMW bei der Entwicklung?

Er verlangt nach denselben Dingen, wir wissen, welchen Motorcharakter er sich wünscht. Wir wissen, dass der Charakter des BMW-Motors positiv für Toms Fahrstil ist.

Werden Reiti und Sykes auf einem ähnlichen Level fahren?

Das kann ich noch nicht sagen, dazu ist es viel zu früh.

Dem Papierformat nach erwartet jeder, dass Tom schneller sein wird.

Auf dem Andalucia Ring haben wir mit einem weißen Blatt Papier angefangen. Wenn wir nach Jerez kommen, werden wir eine Richtung haben. Unsere Hoffnung ist, dass dort beide Fahrer in die gleiche Richtung wollen – so schaut es derzeit auch aus.

Wenn du den Reiterberger von heute mit jenem von 2016 bei Althea BMW vergleichst: Sehen wir heute einen anderen Piloten?

Markus Reiterberger heute ist nicht der Fahrer, den ich 2016 gesehen habe. Körperlich und mental ist er heute eine ganz andere Hausnummer. Sein Trainingsplan ist sehr aggressiv, auch seine Diät. Er bereitet sich sehr strukturiert vor und weiß, dass sich ihm eine Riesenchance bietet.

Hast du bereits ein Gefühl dafür, wie viel Potenzial in der neuen S1000RR steckt?

Das Potenzial des Motorrads sah ich schon, als wir das Projekt im Juli auf den Weg brachten. Die Entfaltung des Potenzials ist aber immer von der Unterstützung abhängig. Das Motorrad ist immer nur so gut wie die Unterstützung, die man erhält.

Schon jetzt kann ich sagen, dass wir mit dem BMW-Testteam, SMR und dem Motorrad eine glanzvolle Zukunft haben.

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