Australien-GP: Das waren die offiziellen Gründe der Phillip-Island-Absage
Gut 90 Minuten nach dem ursprünglichen Starttermin wurde das MotoGP-Rennen auf Phillip Island abgesagt. Renndirektor Graham Webber nannte die offiziellen Gründe für das enttäuschende Ende einer Ära.
Lange bevor der Australien-GP 2026 Realität wurde, war der Sonderstatus gesetzt. Hintergrund ist das fix beschlossene Ende der Veranstaltung auf der Traditionsrennstrecke von Phillip Island. Nicht zuletzt durch die vielen Kontroversen vor und während des Events – sollte der Abschied ein ehrwürdiges «letztes Aufbrüllen» werden.
Doch das Wetter hatte wenig überraschend kein Erbarmen mit der Gefühlslage aller Beteiligten. Nach ausgiebigen Regengüssen in der Nacht war der gesamte Großraum in eine kühl nasse Dunstglocke gehüllt, eine Wetterbesserung wollte nicht eintreten. Auf der Seite der Organisation wurde der Ablaufplan mehrfach neu aufgebaut. Dann fiel gegen 14 Uhr Ortszeit zunächst die Entscheidung, die Wettbewerbe der Moto3 und Moto2 abzusagen.
Der MotoGP-Höhepunkt rückte in den Fokus, der Spannungsbogen wurde gehalten, das Öffnen der Boxengassen zum GP-Rennen für 16 Uhr Ortszeit kommuniziert. Doch um genau 15.35 Uhr Ortszeit wurde der Schalter umgelegt und der Große Preis von Australien offiziell abgesagt.
Ergänzend zu der kompakten Botschaft auf den Event-Monitoren erklärte wenig später der Renndirektor der MotoGP den nicht nur aus Sicht der Fans schwer zu verdauenden Beschluss. Graham Webber: «Es ist eine Schande und wirklich sehr schade. Wir haben uns den gesamten Tag bemüht, den Fans das erhoffte Spektakel zu liefern, und alles dafür getan, die Veranstaltung bestmöglich umzusetzen. Zunächst haben wir das versucht, indem wir den Zeitplan mehrfach bearbeitet und die Startzeiten geschoben haben. Doch am Ende hat das Wetter alles zunichte. Es gab mehrere Updates und die Hoffnung, dass sich das Wetter am Nachmittag bessert, doch es ist nicht wie erhofft weitergezogen.»
Webber erklärte, dass es nicht allein um den Zustand der Rennstrecke ging: «Eine zentrale Rolle spielte der Einsatz des Rettungshubschraubers, der unter diesen Umständen nicht möglich war. Der Rennbetrieb auf Phillip Island hängt von der Einsatzfähigkeit der Helikopter ab. Am GP-Wochenende dauern Transporte auf der Straße nach Melbourne nahezu zwei Stunden, was keine Option ist.»
Zu der Möglichkeit, den Rennstart noch weiter hinauszuschieben, sagte der verantwortliche Funktionär: «Dazu kam der Aspekt der Temperaturen, die ab einem gewissen Zeitpunkt sehr schnell abfallen. Was die MotoGP-Rennreifen angeht, ist das ein durchaus kritischer Faktor.»
Leicht fiel die Entscheidung aber nicht, unterstrich Webber noch einmal: «Wir sind uns absolut bewusst, was die Absage für die Fans bedeutet. Wir alle waren auch nach dem spannenden Sprint am Samstag euphorisch und voller Vorfreude. Dass es aufgrund des Wetters nicht geklappt hat, ist wirklich schade. Doch am Ende hat die Sicherheit der Athleten höchsten Stellenwert und wir haben die Aufgaben, alles dafür zu tun und gemäß unseren Bestimmungen zu arbeiten.»
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