Leistungsexplosion: Wie Filippo Farioli aus dem Nichts um das Podium kämpft
Weder VFT Yamaha noch Filippo Farioli haben sich in der Supersport-WM bisher hervorgetan. Seit Cremona fährt der Italiener aber konstant an der Spitze und schrammte in Estoril knapp am Sieg vorbei.
Es sind Geschichten wie die von VFT Racing und Filippo Farioli, die den Motorradsport so faszinierend machen. Niemand wunderte sich, dass es der 22-Jährige zu Saisonbeginn maximal in die Top-15 schaffte. Denn das italienische Yamaha-Team hatte sich in seiner langen Existenz nie als Top-Team hervorgetan und war finanziell nicht auf Rosen gebettet. Und Farioli wechselte als 19. der Moto3-WM 2024 zu MV Agusta in die Supersport-WM und beendete die vergangene Saison als Elfter.
Doch ab Most tauchte der Italiener immer häufiger in den Top-10 auf und überraschte in Cremona im Qualifying als Dritter und in den Rennen mit den Plätzen 3 und 4. Nach dem ersten Podium beim Heimrennen legte Farioli in Estoril noch einen darauf und brauste
«Seit den Tests in Magny-Cours haben wir einen wichtigen Schritt nach vorn gemacht, was sich dort bereits im Rennen gezeigt hat. In Cremona gab es den ersten Podiumsplatz, und hier in Estoril ist uns ein weiterer gelungen», erklärte Farioli seine Leistungsexplosion. «Es war ein fantastisches Wochenende, ich bin wirklich sehr zufrieden. Schon ab der ersten Runde waren wir sehr schnell, und das Gefühl für das Motorrad war hervorragend. Schade, dass ich nicht gewinnen konnte, denn das Tempo war wirklich brillant. Beim Neustart habe ich versucht, alles zu geben, und das Tempo war extrem hoch – es kam mir fast wie ein Qualifying vor. In den letzten beiden Runden war Jeremy schneller, und am Ende bin ich Zweiter geworden. Ich habe bis zum Schluss versucht, den Sieg einzufahren, bin aber trotzdem sehr zufrieden mit dem Ergebnis.»
Selbst Platz 11 im ersten Rennen war beeindruckend, denn der Yamaha-Pilot kam nur als 26. aus der ersten Runde! «Leider habe ich in Kurve 7 einen Fehler gemacht und bin zu weit nach außen gekommen, als ich auf Platz 5 lag. Ich wusste also, dass ich konkurrenzfähig sein konnte», sagte der WM-13. «Insgesamt war es ein wirklich positives Wochenende. Jetzt steht Jerez auf dem Programm, eine Strecke, die ich für etwas komplizierter halte und die nicht zu meinen Favoriten gehört. Ich werde dennoch versuchen, mein Bestes zu geben und diese Serie positiver Ergebnisse fortzusetzen, mit der wir bis hierher gekommen sind.»
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