Moto2-Überflieger Manuel Gonzalez nach Balaton-Sieg: «Mache nur meinen Job»
Durch seinen vierten Saisonsieg und den Patzer von Izan Guevara im Moto2-Rennen auf dem Balaton Circuit baute Manuel Gonzalez seine WM-Führung deutlich aus. Der Intact-GP-Pilot bleibt auf dem Teppich.
Das Moto2-Rennen auf dem Balaton Park Circuit war das 300. Rennen dieser 2010 eingeführten Kategorie und es fand bei nahezu idealen äußerlichen Bedingungen statt. Seinen ersten Sieg auf der ungarischen Rennstrecke in dem Rennen über 22 Runden – beim Debüt im vergangenen Jahr fuhr der Spanier als Dritter auf das Podium.
Vier Siege und sieben Podestplätze aus acht Rennen, das sind 2026 die Zutaten für die komfortable Moto2-Führung von Gonzalez. Der Madrilene führt die Gesamtwertung mit 154,5 Punkten um 49,5 Punkte vor Izan Guevara an.
«Klar waren das vielversprechende erste Saisonrennen. Ich erledige aber nur meine Arbeit und liefere das ab, was machbar ist – so wie das Team, das perfekt arbeitet, wie es besser nicht möglich ist. Sie versuchen nicht mehr, aus dem Motorrad herauszuholen, was möglich ist, und ich versuche, keinen Fehler zu machen», erklärte Gonzalez im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «Möglicherweise ist unser Bike nicht auf jeder Rennstrecke das schnellste. Hier hatte ich in den ersten Runden etwas Probleme, als Filip mächtig Druck gemacht hat. Von außen betrachtet sah es vielleicht einfach aus, aber es war alles andere als einfach, dieselbe Pace wie er zu fahren und immer konzentriert zu bleiben. Das Rennen fühlte sich endlos an, und am Ende war es echt hart. Ich dachte nicht an den Sieg, sondern nur daran, ins Ziel zu kommen.
Der Sieg auf dem Balaton Park Circuit des 23-Jährigen war beeindruckend. Von Startplatz 4 katapultierte sich Gonzalez ins Hinterrad von Filip Salac auf die zweite Position. Pünktlich zur Halbzeit schnappte sich der Intact-GP-Pilot die Führung, die er bis zur Ziellinie gegen den Tschechen verteidigen musste.
«Wir hatten schon am Samstag gesehen, dass Filip schnell sein würde. Ich hatte allerdings nicht damit gerechnet, dass er so schnell und stark sein würde», lobte Gonzalez. «Dass er in manchen Kurven schneller war, hat mir geholfen, mich dort anzupassen. Als ich die Führung übernahm, konnte ich so die schnellste Rennrunde fahren. Es war ein mental anstrengendes Rennen und wahrscheinlich der bisher schwierigste Sieg dieser Saison.»
Gonzalez hat 2025 lernen müssen, dass eine bequeme WM‑Führung nicht automatisch zum Titel führt.
«Jetzt werden wir uns auf das nächste Rennen vorbereiten und die Ruhe bewahren. Wenn wir gute Punkte in Reichweite haben, werden wir sie holen, aber eben nicht mehr, als in unseren Möglichkeiten steht», betonte der Moto2-Leader noch einmal. «Wir sind bisher auf jeder Rennstrecke schnell gewesen, und das ist für mich der Schlüssel zum Erfolg. So gewinnt man eine Weltmeisterschaft.»
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