Marc Marquez (4.) angefressen: Asphalt löste sich und kostete Podestplatz
Nur zweitbester Ducati-Pilot: Marc Marquez verpasste in Goiania nach dem Sprint-Sieg das Podium im Grand Prix. Ein Fehler auf brüchigem Asphalt kostete den Weltmeister ein mögliches Podium.
Als klarer Favorit war Marc Marquez nach seinem Sprint-Sieg am Samstag in den Grand Prix von Brasilien gegangen. Doch statt um den Sieg zu kämpfen, musste sich der Weltmeister am Ende mit Rang 4 begnügen – und war damit nur zweitbester Ducati-Pilot.
Nach einem intensiven Duell mit Markenkollege Fabio Di Giannantonio fehlten Marquez 4,1 Sekunden auf
Für Marquez war nicht mehr als Platz 3 drin. Der Spanier ist überzeugt, das Podium durch einen eigenen Fehler verloren zu haben: Auf einem Abschnitt mit sich ablösendem Asphalt geriet er kurz aus dem Rhythmus und öffnete Di Giannantonio im direkten Duell die Tür.
Marquez klammert sich an die positiven Aspekte
Trotzdem fiel seine Bilanz zum Wochenende insgesamt positiv aus – auch wenn man ihm anmerkte, dass er nicht zufrieden ist: «Ich bin happy mit meinem Rennen. Schritt für Schritt fühle ich mich besser. Wir wissen, wo wir Probleme haben. Das werden wir verbessern. Wenn wir das Wochenende und die Punkte im Gesamten sehen, dann war es ein gutes Wochenende.»
Ganz zufrieden war er nicht: «Wenn man nicht auf dem Podium steht, dann ist man nie richtig zufrieden. Doch wenn ich die Kombination aus Sprint und dem Rennen heute sehe, dann stelle ich fest, dass wir wichtige Punkte holten.»
Grenzwertige Situation: Brüchiger Asphalt in Brasilien
Eine zusätzliche Herausforderung stellte für Marquez das Streckenlayout dar, das seine angeschlagene Schulter besonders belastete: «Es war ein Kurs, der mich etwas besorgte, weil es langgezogene Rechtskurven gab. Das Podium war heute möglich, doch ich machte einen Fehler in der Kurve, in der sich der Asphalt löste. Mir rutschte beinahe die Front weg, weil ich zu hart attackierte. Abgesehen davon war es ein akzeptables Wochenende.»
Die heikle Asphaltsituation hatte sich bereits vor dem Start abgezeichnet. In der Runde zur Startaufstellung bemerkte Marquez die sich lösende Oberfläche, woraufhin die Renndistanz kurzfristig auf zwei Drittel verkürzt wurde: «Die Bedingungen waren akzeptabel genug, um das Rennen zu bestreiten. Doch wenn man auf diesen Bereich kam, der sich auf der Ideallinie befand, war es sehr rutschig. In jener Runde kam ich auf diese Stelle, mir rutschte das Vorderrad weg und ich fuhr in Richtung Curb. Ich entschied mich, das Motorrad nicht zu stark in die Kurve zu lehnen. Mir war klar, dass Diggia nah dran war. Doch ein vierter Platz war besser als ein Sturz.»
Auch die Überholmanöver gestalteten sich in Brasilien schwierig: «Es war einer der schwierigsten Kurse zum Überholen. Als mich Diggia mit einem Blockpass überholte, kamen wir von der Linie ab und Martin schlüpfte durch. Und auch mein Manöver gegen ihn war ein Blockpass und wir kamen von der Linie ab. Doch das war die einzige Möglichkeit, auf dieser Strecke zu überholen.»
Positiv bewertete der Ducati-Star immerhin seine körperliche Verfassung: «In Thailand fühlte ich mich nicht so gut, hier war es schon besser. Ich hoffe, dass es Schritt für Schritt besser wird.»
Wenig Worte verlor Marquez hingegen über die starke Konkurrenz von Aprilia. Seine nüchterne Einschätzung: «Im Moment performen sie sehr gut.»
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