«Kein Spielraum»: Irgendwann können es die Honda-Piloten nicht mehr retten
Honda hatte die Geschwindigkeit, um im Grand Prix von Malaysia alle vier MotoGP-Fahrer in die Top-10 zu bekommen. Die Zielflagge sah nur Luca Marini als Siebter, für die anderen drei wurde es zu viel.
Honda kämpft sich Stück für Stück an die Protagonisten der MotoGP heran. Für vorne reicht es noch lange nicht, aber immerhin: Nach acht Runden, als noch alle vier Honda-Piloten im Rennen waren, sahen wir auf dem Sepang International Circuit im Grand Prix am vergangenen Sonntag Johann Zarco, Luca Marini, Joan Mir und Diogo Moreira auf den Rängen 7, 8, 10 und 11. Dann musste Mir nach vorangegangener längerer Krankheit wegen Schwindel aufgeben, bei Zarco streikte die RC213V und Moreira stürzte nach Rennmitte auf Platz 10 liegend.
«Drei- oder viermal kann ich einen Rutscher retten, aber nicht das ganze Rennen», brachte Moreira sein Hadern mit der Honda auf den Punkt. «Das ganze Wochenende fehlte es an Gefühl für das Vorderrad, ich konnte das Motorrad nicht verzögern, wie ich wollte – es war ein Kampf. Kurz vor meinem Sturz konnte ich den ersten Vorderradrutscher abfangen, den zweiten nicht mehr. Es ist schade, dass mein Wochenende so ausging. Mein Rennen war nicht schlecht, die Pace okay, aber wir haben keinerlei Spielraum.»
Bei der Zeitenjagd ist Honda stärker als im Rennen
«Ich habe nicht mal Druck gemacht, sondern nur versucht auf dem Motorrad sitzen zu bleiben», ergänzte der Moto2-Weltmeister des Vorjahres. «Ich versuchte keine Fehler zu machen, aber es wurde zunehmend schwieriger. Es war wie immer: Wenn ich auf Zeitenjagd gehe, ist die Rundenzeit nicht so schlecht. Aber im Rennen haben die anderen viel mehr im Köcher als wir, da sind solche Zeiten unmöglich. In Malaysia war es extrem schwierig für uns, mal sehen, wie es in Katar wird. Wir können nicht mehr herausholen.»
Vor den Wüstenrennen auf der arabischen Halbinsel liegt Luca Marini als bester Honda-Fahrer auf dem 13. Gesamtrang, Moreira ist 15. Für die besten Saisonergebnisse sorgten Marini sowie Joan Mir als Fünfter in Ungarn und Brünn. Ob Mir mit seiner Erkrankung in Katar fahren kann, ist unklar. Bei Bedarf
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