Erklärung: Weshalb Yamaha in Katar fehlt, aber Pramacs Moto2-Team dabei ist
Yamaha hat seine beiden MotoGP-Teams wegen der kriegerischen Lage am Persischen Golf für die Rennen in Katar zurückgezogen. Was dahintersteckt und weshalb das nicht das Moto2-Team von Pramac betrifft.
Zwei Stunden nach dem Malaysia-GP teilte Yamaha mit, dass seine beiden MotoGP-Teams beim Katar-GP auf dem Lusail International Circuit vor den Toren Dohas
Viele japanische Firmen halten sich an die Vorgaben der japanischen Regierung, wobei zu beachten ist, dass dies Empfehlungen und keine Vorschriften sind. Stand 4. November sind Reisewarnungen für mehrere Länder der arabischen Halbinsel ausgesprochen, unter ihnen Katar.
Die japanische Regierung hat für seine Bürger keine pauschale gesetzliche Ausreisesperre verhängt. Sie spricht jedoch offizielle Reisewarnungen aus, an die sich japanische Staatsbürger halten sollen. Mitarbeiter von Yamaha, oder jedem anderen Hersteller oder Team, mit japanischem Pass, die zudem in Japan ansässig sind, dürfen also nach Katar reisen, die Regierung rät ihnen aber dringend davon ab.
Die Nicht-Teilnahme in Katar fällt Yamaha leichter als anderen, weil der beste M1-Pilot Fabio Quartararo in der WM-Wertung auf Platz 14 zu finden ist. Der Franzose war es auch, der am 17. Mai als Fünfter in Barcelona für das beste GP-Ergebnis im ganzen Jahr gesorgt hat.
In der Moto2-WM kämpft Pramac um den Titel
In der Moto2-WM hat Yamaha zwar kein eigenes Team, unterstützt die Mannschaft von Pramac aber maßgeblich, wie schon der Teamname zeigt: Blu Cru Pramac Yamaha. Für dieses Team hat aber nicht Yamaha das Sagen, sondern Eigentümer Paolo Campinoti. Hinzu kommt: Zum Team gehört kein einziger Japaner.
Was aber noch viel schwerer wiegen dürfte: Während Yamaha in der MotoGP hinterherfährt und sowohl in der Konstrukteurs- als auch der Team-WM am Ende der Wertung zu finden ist, geht es für den nächstjährigen MotoGP-Piloten Izan Guevara in der Moto2 um den Titel. Vor Katar
Wie hätte sich Yamaha entschieden, würde Fabio Quartararo, Alex Rins, Jack Miller oder Toprak Razgatlioglu um den WM-Titel kämpfen?
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