Phil Marron (KTM): Was Toprak Razgatlioglu und Brad Binder gemeinsam haben
Seit der MotoGP-Saison 2026 ist Phil Marron der Crew-Chief von KTM-Ass Brad Binder. Davor arbeitete er sieben Jahre mit Toprak Razgatlioglu zusammen. Der Nordire versucht, einen Vergleich zu ziehen.
Phil Marron war 2016 im Aspar-MotoGP-Team der Crew-Chief von Eugene Laverty. Nach jener Saison wechselte er ins Paddock der seriennahen Weltmeisterschaft. In der Superbike-WM war Marron dann sieben Jahre lang der Crew-Chief von Toprak Razgatlioglu – ein Jahr bei Kawasaki, vier bei Yamaha und zwei bei BMW. Mit seinem Schützling gewann er drei Fahrer-WM-Titel.
Toprak wechselte 2026 in die MotoGP-WM. Der Türke wollte Marron ins Pramac-Team mitnehmen, doch Yamaha war dagegen. Auf der anderen Seite versuchte BMW Marron an Bord zu halten, da er maßgeblich dazu beitrug die M1000RR zu jenem Paket zu formen, mit dem Razgatlioglu seit 2024 in der Superbike-WM in 66 Rennen 39 Mal gewann und 58 Mal auf dem Podium stand.
Marron wagte dennoch den Wechsel in die MotoGP – er ist seit diesem Jahr der Crew-Chief von KTM-Werksfahrer Brad Binder. Die MotoGP-Saison 2026 ist zwar erst drei Rennwochenenden alt. Marron und Binder arbeiten aber seit dem Valencia-Test im November des Jahres zusammen. Sie absolvierten gemeinsam die komplette Vorsaison sowie die Grands Prix in Thailand, Brasilien und in den USA.
Phil Marron über Toprak und Binder: «Beide sind sehr gute Menschen!»
Wie unterschiedlich gestaltet sich die Zusammenarbeit mit Binder, wenn er diese mit seiner Zeit mit Toprak vergleicht? «Es ist schwer, hier einen Vergleich zu ziehen. Es ist ein anderes Bike, eine andere Meisterschaft und es sind andere Reifen», stellte Marron im Gespräch mit SPEEDWEEK.com klar. Und vom persönlichen Gesichtspunkt? «Beide sind sehr gute Menschen. Ich kann mich sehr glücklich schätzen, mit so guten Jungs zusammenzuarbeiten. Beide sind Weltmeister, was die meisten Menschen nicht schaffen. Beide sind Kämpfer, die die Rennen genießen. Die Tests und die Vorbereitung sind Dinge, welche sie tun müssen, aber sie machen das, um danach das Rennen zu genießen – diesbezüglich sind sie sich sehr ähnlich.»
Hat Marron noch Kontakt mit Toprak? «Ich habe mit ihm erst kürzlich gesprochen. Nach sieben gemeinsamen Saisons sind wir auch Freunde geworden», gab Phil Marron zu verstehen. «Das Ziel ist es eigentlich, kein Freund zu werden. Ich versuche immer freundlich, aber auch nicht zu freundlich zu sein.» Der Nordire meinte damit, dass es in seinem Job wichtig ist, eine Zusammenarbeit auf professioneller Ebene anzustreben – ein fast unmögliches Unterfangen, wenn man so viele Jahre eng zusammenarbeitet und so viele Erfolge feiern durfte.
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