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Mit Nicolò Bulega gibt es seit dem Meeting in Cremona einen zweiten italienischen Superbike-Weltmeister. Legende Max Biaggi würdigt die Leistung seines Landsmanns.
Eigentlich ist es kaum zu glauben: Obwohl die 1988 etablierte Superbike-WM von italienischen Teams und Herstellern dominiert wird, mussten Italien bis Max Biaggi 2010 auf den ersten Weltmeister warten. Der Römer gewann zwei Jahre später einen weiteren Titel, wieder mit Aprilia. Und Ducati, mit 17 Fahrer- und 22 Hersteller-Weltmeisterschaften das erfolgreichste Werk in der serienbasierten Meisterschaft, hatte noch nie einen Italiener in die Nähe des WM-Titels geführt, bis Nicolò Bulega am vergangenen Wochenende diesen Makel beseitigte.
Nun gibt es also zwei italienische Superbike-Weltmeister. Für Biaggi wurde es höchste Zeit. «Endlich wieder ein Italiener», sagte der 55-Jährige erleichtert. «Nach 14 Jahren – mein letzter Titel war 2012, und jetzt haben wir 2026 – freue ich mich sehr, dass er Weltmeister geworden ist. Ich habe mich wirklich einsam gefühlt. Jetzt, mit ihm, bin ich viel glücklicher. Glückwunsch an ihn, denn er hat die Saison dominiert. Es ist gut, dass er nach seinem grandiosen Jahr in die MotoGP wechselt. Ich kann es kaum erwarten, ihn in dieser Meisterschaft zu sehen.»
Wie Biaggi 2010 in Imola holte auch Bulega seinen Titel bei einem Heimrennen. Der vierfache 250er-Champion hatte mit den Plätzen 11 und 5 ebenfalls sein bis dahin schlechtestes Wochenende – der 26-Jährige fuhr in Cremona dagegen zweite Plätze ein. «Mehr kann man sich nicht wünschen, wenn man in seinem Heimatland vor den eigenen Fans gewinnt. Es gibt keine schönere Art, das zu schaffen», weiß Biaggi. «Er wird sich für immer an diesen Tag erinnern. Ich spreche aus Erfahrung, denn ich habe das selbst erlebt und erinnere mich noch gut daran. Das wird ihm für immer in Erinnerung bleiben. Nicolò, genieße diesen Moment und hoffentlich wirst du dich für immer daran erinnern!»
Übrigens: Biaggi fuhr 2010 in 26 Rennen zehn Siege ein – damals waren neben Aprilia auch Ducati, Honda, Suzuki und Yamaha siegfähig. Bulega gewann mit Ducati in diesem Jahr 26 von 30 Rennen. «Wenn man den Titel auf diese Weise gewinnt und dominiert, dann ist das meiner Meinung nach eine Kombination aus Talent, Können und der Maschine auf der technischen Seite», betonte der Italiener. «Ducati hat diese Meisterschaft dominiert, aber auch wenn andere Fahrer auf dieser Maschine sitzen, möchte ich ihm ganz herzlich zu seiner Leistung gratulieren. Wenn man so viele Rennen gewinnt, gibt es keinen Zweifel.»
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