Mit bald 42 Jahren fragt sich auch Alvaro Bautista: War das sein Abschied?
Der zweifache Superbike-Weltmeister Alvaro Bautista hat beim Saisonfinale in Jerez gezeigt, dass er noch um Podestplätze kämpfen kann. Ob sich eine sportliche Zukunft ergibt, ist weiterhin offen.
Eine schlechte Saison hat gereicht, dass manch einer vergaß, was Alvaro Bautista in der Superbike-WM geleistet hat: zweimal Champion, 63 Siege, 129 Podestplätze, 57 schnellste Rennrunden und 10 Pole-Positions! Nach Siegen ist er klassenübergreifend der beste Ducati-Fahrer, den es in einer Weltmeisterschaft je gab.
An diese glorreichen Zeiten hat uns der am 21. November 42-jährige Spanier beim WM-Finale in Jerez de la Frontera eindrucksvoll erinnert, als er im zweiten Hauptrennen bis kurz vor Schluss
Und dennoch: Die 22 Stammplätze für die Superbike-WM 2027 sind besetzt, Bautista kam nirgends unter. Doch eine Chance bietet sich ihm noch: Nach der Sommerpause, spätestens zum Saisonfinale Ende Oktober 2027, will der chinesische Hersteller CF Moto in die Superbike-WM einsteigen. Es gibt derzeit keinen anderen Fahrer, der über so hohen Speed, Erfahrung mit V4-Motoren und dem geballten Wissen aus Werksteams von Suzuki und Aprilia (MotoGP) sowie Ducati und Honda (SBK) verfügt wie der Routinier aus Talavera de la Reina in Kastilien. Kein verfügbarer Rennfahrer hat einen eindrucksvolleren Lebenslauf vorzuweisen, um sich
Alvaro Bautista wollte es vor allen sich beweisen
«Mir ging es in Jerez nicht darum den anderen etwas zu beweisen, sondern mir selbst», unterstrich Bautista im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «Ich hatte kein Vertrauen für das Motorrad und
Zu seinem –zumindest vorerst – letzten SBK-Event meinte Alvaro: «Ich war recht ruhig und dachte nicht daran, dass das mein letztes Rennen der Saison und mit Barni ist. Noch nicht mal, ob es möglicherweise mein letztes Rennen in der Weltmeisterschaft ist. Ich wollte das Wochenende dazu nutzen, um Leistung zu zeigen. Als ich in die Box kam und meine Familie und Freunde sah, wurde es aber doch etwas emotional. Es war ein Abschied, ich will diesen aber noch nicht jetzt geben. Ich muss abwarten, ob ich für die Zukunft etwas in der Hand habe, oder ob ich mich wirklich verabschieden muss. Momentan ist nichts klar, ich weiß nicht, ob ich weiterhin Rennen fahren kann.»
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