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Dauerbrenner Alex Lowes: Der meistunterschätzte Fahrer der Superbike-WM?
Regen sorgte im zweiten Training der Superbike-WM 2022 in Magny-Cours für schwierige Bedingungen. Während Kawasaki-Star Jonathan Rea dominierte, stürzte WM-Leader Álvaro Bautista (Ducati).
Das erste Training der Superbike-WM 2022 in Magny-Cours hatte keine Aussagekraft, weil es nach wenigen geregnet hatte. Nicht besser die Bedingungen am Nachmittag, als kurz vor Beginn der zweiten Session erneut ein heftiger Schauer niederging und es kräftig stürmte. Sofort begannen die Teams, die Motorräder auf nasse Bedingungen umzubauen.
Loris Baz (Bonovo BMW), Iker Lecuona (Honda) und Oliver König (Orelac Kawasaki) waren die ersten Minuten auf der Strecke. Während Baz sofort die Boxengasse ansteuerte, fuhr Lecuona eine 1:58,885 min. Zum Vergleich: Die schnellste Rennrunde in Magny-Cours drehte Jonathan Rea (Kawasaki) 2021 bei optimalen Bedingungen im Sprintrace mit 1:36,374 min. Den Pole-Rekord (1:35,683 min), im Vorjahr aufgestellt, hält ebenfalls der Nordire.
Mit der Zeit gewöhnten sich die Piloten an die rutschigen Verhältnisse und wurden immer schneller. Nach zehn Minuten warteten nur noch Toprak Razgatlioglu (Yamaha), Álvaro Bautista (Ducati), Jonathan Rea (Kawasaki) und Andrea Locatelli (Yamaha) in der Garage ab, die Zeitenliste führte Ducati-Privatier Axel Bassani in 1:53,548 min an. Fünf Minuten später legte Kawasaki-Werkspilot Alex Lowes bereits eine 1:51,740 min vor. Garrett Gerloff (Yamaha), Lucas Mahias (Kawasaki) und Baz zeigten bereits persönliche Verbesserungen.
Dann sorgte Gerloff mit einem Highsider für den ersten Sturz der Session, der harmlos ausging. Wenig später rutschte Luca Bernardi (Ducati) aus und sorgte damit bei seinem Teamchef Marco Barnabo für wenig Begeisterung.
Nach 20 von 45 Minuten setzten sich mit Razgatlioglu und Rea die letzten Teilnehmer auf ihre Motorräder. Das Timing der Weltmeister war nicht ideal: Nur Minuten später wurde die Session kurz unterbrochen, um die letzten Trümmerteile der Gerloff-Yamaha zu bergen.
Vorn hatte Bassani die Bestzeit auf 1:51,658 min heruntergeschraubt. Innerhalb einer Sekunde folgten Lowes, Rea und Bautista. Philipp Öttl (Ducati) belegte mit 4,1 sec Rückstand Platz 14, Razgatlioglu büßte als 18. 4,9 sec ein.
Der Asphalt blieb bis zum Ende nass, mit einer 1:50,504 min bei noch zwölf Minuten eröffnete Rea die finale Phase im zweiten Training. Zeitgleich überbremste Bautista das Vorderrad, das urplötzlich einklappte und zu einem unvermeidlichen Sturz führte. Der Rekordweltmeister wiederum fuhr in 1:50,345 min eine neue schnellste Runde.
Da die freien Trainings lediglich der Abstimmungsarbeit dienen, fuhren nicht alle Piloten ans Limit heran. Rea bewies am Ende mit einer überragenden Zeit von 1:49,379 min seine Extraklasse. Damit war der Kawasaki-Star 1 sec schneller als der zweitplatzierte Bassani und sogar 1,6 sec als sein Teamkollegen Lowes auf Platz 3.
WM-Leader Bautista beendete den Freitag mit 1,7 sec Rückstand auf Platz 4. Weltmeister Razgatlioglu büßte als Achter 3,2 sec ein.
Bester Yamaha-Pilot wurde Gerloff auf Platz 6, die beste BMW stellte Scott Redding auf die siebte Position. Für Honda-Ass Lecuona wurde an einem schwierigen Freitag nur 13. Philipp Öttl beendete den ersten Trainingstag auf Platz 18.
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