DTM

Rast: Motoren sind leiser, aber unterschiedlicher

Von - 30.03.2019 10:59

René Rast hat für Audi bei den Testfahrten für die neue DTM-Saison einige Kilometer absolviert, er hat sich dabei auch intensiv mit dem neuen Vierzylinder-Turbomotor vertraut gemacht.

René Rast muss lachen. Ja klar, der neue Vierzylinder-Turbo ist weniger tolerant als der alte V8-Sauger. Er ist auch empfindlicher, er stellt die Hersteller 2019 vor ganz neue Herausforderungen.

Rast ist das als Fahrer allerdings ziemlich egal. Schongang? Kennt der 32-Jährige gar nicht. «Sie kennen uns Fahrer ja. Wir fahren so lange, bis sich kein Rad mehr dreht. Der Motor wurde für Renneinsätze gebaut, und das will ich maximal ausnutzen», sagte der Audi-Star Auto Bild Motorsport.

Er weiß aber natürlich: Das neue Aggregat, das mit dem neuen Class-One-Reglement kommt, wird eine entscheidende Rolle spielen. Wenn nicht sogar DIE entscheidende Rolle.

Es gibt für Audi, BMW und Aston Martin mehr Stellschrauben, zum Beispiel Ladedruck, Ladelufttemperatur und Anpassung an die jeweilige Umgebung. Audis Motoren-Guru Ulrich Baretzky warnte: «Der Vierzylinder-Motor ist per se kein einfacher Motor. Er ist vor allem sehr schwingungsintensiv. Es ist nicht schwieriger, aber aufwendiger, das Maximum aus dem Motor herauszuholen.»

Rast glaubt: «Durch die vielen Einheitsbauteile rückte das Feld in den vergangenen Jahren immer dichter zusammen, schon da hat der Motor einen größeren Unterschied gemacht. Ich glaube, dass man 2019 bei dem neuen Vierzylinder-Turbo am Anfang größere Unterschiede sieht. Wie viel genau, ist aber im Moment noch schwer einzuschätzen.»

Auch auf ihn kommen Änderungen zu, denn die Piloten müssen durch den neuen Motor ihren Fahrstil ein wenig anpassen, denn das Auto verhält sich agiler. Rast erklärt: «Man muss auf den Reifen aufpassen und ihn über die Distanz tragen. Man muss versuchen, die Mehrleistung so schnell wie möglich auf die Strecke zu bringen. Am besten hilft dabei eine gerade Traktion, weshalb man in der einen oder anderen Kurve gerader herausbeschleunigen muss als in der Vergangenheit.»

Fans hatten sich Sorgen gemacht, dass der Sound des neuen Motors eine Enttäuschung sein könnte. Rast räumt ein, dass der Sound anders und nicht vergleichbar mit dem V8 sei: «Er ist ein klein wenig leiser, aber die Autos hören sich unterschiedlicher an als früher. Früher konnte man zwischen Audi, BMW und Mercedes kaum differenzieren. Jetzt kann man klar sagen, welches Auto vorbeifährt. Das ist glaube ich das, was der Fan hören will. Auch das Knattern beim Runterschalten hört sich immer noch gigantisch an.»

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