Formel 1

Max Verstappen (3.): «Soll ich Räikkönen überfahren?»

Von - 13.05.2018 17:45

​Red Bull Racing-Pilot Max Verstappen fuhr trotz eines beschädigten Frontflügels zum dritten Platz. Der Niederländer wehrt sich gegen Vorwürfe, er hätte den angeblich schnelleren Ricciardo ziehen lassen sollen.

Erster Podestplatz 2018 für Max Verstappen, endlich hat es geklappt – dabei hing alles nicht am Seiden-, sondern eher am Karbonfaser-Faden: Verstappen traf während der virtuellen Safety-Car-Phase das Heck von Lance Strolls Williams, überrascht vom plötzlichen Verlangsamen des Kanadiers, danach hing die Endplatte des Fronflügels herunter, bevor sie ganz abfiel. Trotz dieser Beschädigung hielt Verstappen zum Schluss den Ferrari von Sebastian Vettel hinter sich – erstmals seit seinem Sieg in Mexiko 2017 konnte Max damit wieder aufs Siegertreppchen klettern, ein schöner dritter Rang.

«Mr. Red Bull» Didi Mateschitz nach dem Rennen: «Das gute Ergebnis von Verstappen ist ganz wichtig für Max, nach allem, was in den ersten vier Rennen passiert ist.» Max weiter: «Der Flügel schaut nicht schön aus, aber er hat gehalten. Mein Auto untersteuerte mehr in schnellen Kurven, vor allem in der 3 und in der 9, aber ich konnte an Bord ein wenig die Balance nachregulieren, dann ging das schon. Und ich fuhr die Kurven ein wenig anders. Eigentlich hat mich das viel weniger gekostet als auf den ersten Blick zu erwarten wäre.»

Zu Beginn des Rennens folgte Verstappen dem Ferrari von Kimi Räikkönen wie ein Schatten, aber an Überholen war nicht zu denken. Max: «Hier in Spanien ist es noch schwieriger als sonst zu überholen. Dass Kimi dann ausgefallen ist, war für uns reines Glück.»

Wenn wir schon von dieser Phase sprechen: Von hinten rückte Daniel Ricciardo näher, der am Funk monierte, er könne schneller fahren. Max süss-sauer: «Ich kontrollierte das Tempo, aber ich hatte den Speed. Ich kann ja nicht gut Räikkönen vor mir überfahren. Nachher war ich sofort schneller. Wenn du hinten liegst, dann hast du immer den Eindruck, das geht doch schneller. Wenn ich hinten gelegen wäre, hätte ich am Funk genau das Gleiche gesagt.»

Und wie war das nochmal mit Stroll? Max: «Ich wollte während der virtuellen Safety-Car-Phase so nahe an Lance bleiben, wie es geht. Um beim Restart schnell an ihm vorbei zu kommen. Dann hat er mich überrascht, als er auf einmal viel zu stark verlangsamt hat, daher konnte ich nicht mehr ausweichen. Aber ich hatte Glück: Es hat nur die Endplatte erwischt, nicht die waagrechten Flächen.»

Red Bull Racing-Teamchef Christian Horner: «Wir konnten anhand der Daten sehen, dass Max auf dem Flügel Abtrieb verliert. Dass sich der Verlust aber in Grenzen hält. Wir konnten auch sehen, dass wir uns strukturell um den Flügel keine Sorgen machen mussten. Sonst hätten wir Max an die Box geholt.»

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