Formel 1

3. Auto für Teams: Nur auf dem Papier eine gute Idee

Von - 12.09.2018 18:42

Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff wärmte in Monza die alte Idee auf, den GP-Teams zu erlauben, ein drittes Auto für den Nachwuchs einsetzen zu dürfen. Doch das ist gleich aus mehreren Gründen keine gute Idee.

«Ich weiss, das wird wohl nicht passieren. Aber es wäre schön», räumte selbst Toto Wolff ein, als er in Monza die alte Idee aufkam, den Teams den Einsatz eines dritten Autos zu erlauben. Dieses solle nur den Nachwuchspiloten mit höchstens zwei Jahren Formel-1-Erfahrung zur Verfügung stehen, so der Motorsportdirektor der Silberpfeile, der selbst das Problem hat, zu viele Mercedes-Talente in seinen Reihen zu haben, für die er nun ein Cockpit finden muss.

Konkret geht es um George Russell, der in diesem Jahr die Formel-2-Meisterschaft anführt, und Esteban Ocon, der sein Force India-Cockpit trotz tadelloser Leistung wohl an den Milliardärssohn Lance Stroll verlieren will, dessen Vater zu den neuen Besitzern des rosa Rennstalls gehört. Beide zählen zweifelsohne zu den grössten Talenten, die an der Schwelle zur Formel 1 stehen. Dennoch könnten sie leer ausgehen.

Das wäre natürlich bedauerlich, dennoch wäre ein drittes Auto pro Team keine gute Lösung für dieses Problem, denn dadurch würden gleich mehrere neue Sorgen geschaffen. Davon ist zumindest Christian Horner überzeugt. Der Red Bull Racing-Teamchef erklärt: «Es ist eine interessante Idee, doch es gibt einige Probleme, wenn man an die praktische Umsetzung geht. Man denke da nur an die Boxenstopps – es wäre ziemlich kompliziert, das richtig umzusetzen.»

Und damit nicht genug: Der Brite zweifelt auch an der Zustimmung der Konkurrenz. «Das entsprechende Regelwerk würde unglaublich komplex ausfallen und die praktische Umsetzung wäre speziell für die Mittelfeldteams schwierig. Ich sehe nicht, dass man deren Zustimmung für eine solche Idee bekommen würde.» Die Frage lautet in diesem Fall: Will sich die Konkurrenz von Mercedes und Ferrari wirklich hinter sechs Autos anstellen?

Im Falle von Williams lautet die Antwort nein. Denn die stellvertretende Teamchefin Claire Williams stellt klar: «Wir sind klar dagegen. Erst hat man die enge Zusammenarbeit zwischen den grossen und gewissen kleinen Teams und dann kommen die dritten Autos – wo soll das Ganze den Bitteschön aufhören? Es wäre ein Schritt in die falsche Richtung.»

Adresse dieses Artikels:

© SPEEDWEEK.COM
SPEEDWEEK auf Google+
Druckansicht
Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.

video

Formel 1

F1 2019 Monza - Charles Leclerc nach dem Ferrari Heimsieg

Speedweek auf Twitter Speedweek auf Facebook Der Speedweek RSS Feed

Thema der Woche

Von Mathias Brunner

Zum Tod von Anthoine Hubert: Sicherheit als Illusion

​Jeder im Formel-1-Umfeld trägt einen Pass um den Hals. Auf der Plastik-Karte steht: «Motorsport ist gefährlich.» Wir vergessen es oft. Der Tod von Anthoine Hubert erinnert uns schmerzlich daran.

» weiterlesen

 

tv programm

Café Puls mit PULS 4 News

Mo. 16.09., 05:30, Puls 4


ADAC MX Masters - Bielstein, Deutschland

Mo. 16.09., 05:30, Motorvision TV


Motocross: FIM-Weltmeisterschaft

Mo. 16.09., 05:30, Eurosport 2


Motorsport - Audi Sport Seyffarth R8 LMS Cup

Mo. 16.09., 05:50, SPORT1+


Café Puls mit PULS 4 News

Mo. 16.09., 06:00, Pro Sieben


Café Puls mit Puls 4 News

Mo. 16.09., 06:00, Sat.1


Motocross: FIM-Weltmeisterschaft

Mo. 16.09., 06:00, Eurosport 2


NASCAR University

Mo. 16.09., 06:10, Motorvision TV


Motocross: FIM-Weltmeisterschaft

Mo. 16.09., 06:30, Eurosport 2


Nordschleife

Mo. 16.09., 07:40, Motorvision TV


Zum TV Programm
691