Formel 1

Ferrari: Leclerc für Räikkönen schon 2015 geplant!

Von - 14.09.2018 12:54

​Kimi Räikkönen wechselt von Ferrari zu Sauber. Er besser: Er tauscht das Cockpit mit Sauber-Fahrer Charles Leclerc. Räikkönen wollte das so nicht. Was Maurizio Arrivabene (Ferrari) und Fred Vasseur (Sauber) sagen.

Ferrari schiebt gewissermassen einen verlässlichen Ackergaul zur Seite und stellt ein unbeschwertes Fohlen auf die Weide: Dem GP-Veteranen Kimi Räikkönen wurde in Monza eröffnet, dass für einen 38jährigen Finnen kein Platz mehr im Team ist. Für den Weltmeister von 2007 fährt in der kommenden Saison der 20jährige Monegasse Charles Leclerc. Räikkönen hat in Singapur klargemacht, dass er gerne Stallgefährte von Sebastian Vettel geblieben wäre: «Ich habe schon ein paar Mal gesagt – was Ferrari entscheidet, darauf habe ich keinen Einfluss. Alles was über Ferrari hinaus passiert, ist sehr wohl meine Entscheidung.»

«Wieso Sauber? Warum nicht? Klar gibt es viele Unterschiede zwischen Ferrari und Sauber. Aber die Autos sind nun mal nicht gleich. Das war immer schon so. Wir werden dann sehen, wie stark wir im kommenden Jahr sein werden. Wieso macht ihr alle so kompliziert? Ich wollte zu Sauber und fertig. Wie gut wir sein werden, ich habe keine Ahnung. Ich glaube an dieses Team, ich bin happy mit dieser Entscheidung, das reicht mir.»

Was sagen die Teamchefs Maurizio Arrivabene (Ferrari) und Fred Vasseur (Sauber)?

Der Italiener erklärt den Fahrertausch im berühmtesten Rennstall der Welt so: «Wieso wir das getan haben? Ist das für euch nicht klar? Wenn du solche Entscheidungen triffst, dann musst du langfristig planen, also über 2019 hinaus. Ich musste an die Zukunft von Ferrari denken und daran, wie wir das Talent dieser Mannschaft fördern wollen. Das hat nichts zu tun mit dem Respekt, den ich vor Kimi habe. Wir haben bezüglich der Zukunft das Richtige getan. Wir wünschen Räikkönen für die Zukunft alles Gute.»

«Was Charles Leclerc angeht, so sage ich: Ladet nicht zu viel Druck auf die Schultern von Charles! Wir gaben im ersten Vertrag vom Dezember 2015 mit Leclerc vor, wie sein Weg zu uns in die Formel 1 aussehen würde. Wir haben das Gleiche mit Antonio Giovinazzi getan. Für Leclerc war also völlig klar, was früher oder später passieren würde. Ich bin sehr froh, dass wir ihn haben und freue mich auf die kommenden Jahre bis mindestens 2022. Wir wollen auch ein Zeichen setzen, dass Ferrari auf junge Fahrer setzt. Red Bull Racing war mutig genug, Gasly neben Verstappen zu setzen; McLaren holt Lando Norris. Es ist ein Zeichen der Zeit, dass der GP-Sport vermehrt auf junge Piloten setzt.»

Fred Vasseur ergänzt: «Wenn ich daran denke, wo wir vor einem Jahr waren, dann ist es ein weiterer Riesenschritt für uns, in der kommenden Saison einen von nur drei Weltmeistern im Feld zu haben. Kimi bringt eine so reiche Erfahrung mit, dass wir davon nur profitieren können, in jeder Beziehung.»

Und was wird aus Giovinazzi? Maurizio Arrivabene: «Das wird sich in den nächsten paar Wochen klären.»

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