MotoGP

Casey Stoner zurück zu Honda? Was Ducati dazu meint

Von - 07.12.2018 18:13

Seit bekannt wurde, dass der Testfahrer-Vertrag zwischen Casey Stoner und Ducati nicht verlängert wird, gibt es Spekulationen, ob der Australier zu Honda zurückkehrt. Ducati-Manager Paolo Ciabatti verrät Hintergründe.

Nach drei Jahren als Testfahrer bei Ducati haben der zweimalige MotoGP-Champion Casey Stoner und der Hersteller aus Borgo Panigale im November bekanntgegeben, dass sie ihre Zusammenarbeit Ende 2018 beenden werden. Seither gibt es Spekulationen, dass der Australier zu seinem alten Arbeitgeber Honda zurückkehrt, für den er bis 2015 tätig war.

«Das musst du Honda fragen», ereiferte sich Ducatis Sport-Direktor Paolo Ciabatti auf die Frage, was an diesen Gerüchten dran sei. «Ich kann keine Kommentare darüber abgeben, was Casey oder Honda entscheiden werden. Falls Casey nach wie vor willens ist eine MotoGP-Maschine zu fahren und bei der Entwicklung zu helfen… Dazu muss er körperlich in der Verfassung bleiben, wie er es jetzt ist. Um eine MotoGP-Maschine zu fahren, und sei es nur für zwei oder drei Tage, musst du viel trainieren, weil diese Motorräder so extrem sind. Es ist seine Entscheidung, ab nächstem Jahr kann er tun was er will.»

Hat die Trennung von Stoner auch finanzielle Hintergründe? «Kosten sind immer relativ zum Budget, das eine Firma zur Verfügung hat», holte Ciabatti gegenüber SPEEDWEEK.com aus. «Und zum Nutzen, den so ein super-talentierter Testfahrer bringt. Wenn du einen Fahrer hast, der im Januar nach sieben Monaten Pause in Sepang auf das Bike steigt und am ersten Tag sofort zu den fünf Schnellsten gehört, dann reden wir nicht über irgendeinen Fahrer, sondern über ein herausragendes Talent, das Casey ist. Außerdem ist er extrem feinfühlig. In seiner Zeit als Rennfahrer benützte er weniger Elektronik als alle anderen, er hatte die Traktions- und Wheelie-Kontrolle in seiner rechten Hand. Es gibt nur sehr wenige Fahrer, welche dir Rückmeldungen wie Casey geben können. Seit 2012 fuhr er keine Rennen mehr und saß nicht jedes zweite Wochenende auf dem Motorrad – und trotzdem ist er so schnell.»

Weshalb wurde der Vertrag nach drei Jahren nicht verlängert, wenn Stoner so wertvoll für euch war? «Wir haben vereinbart, nicht ins Detail zu gehen», so Ciabatti. «Aus verschiedenen Gründen dachten wir bei unserem Treffen im Juli, dass die Voraussetzungen für eine Weiterverpflichtung nicht gegeben waren. Wir haben mit unserem Motorrad einen sehr konkurrenzfähigen Level erreicht, jeder sagt, die GP18 wäre eines der besten Bikes im Fahrerlager. Das haben wir vielen Leuten zu verdanken, unter anderen Gigi Dall’Igna und seinen Ingenieuren. Um so etwas zu leisten, brauchst du aber auch die richtigen Rückmeldungen und frische Ideen. Wir hatten Stoner, Pirro und die Werksfahrer, die dazu beigetragen haben dorthin zu kommen, wo wir jetzt sind. Das hat nichts mit Magie zu tun, dorthin bringt dich auch nicht einer alleine.»

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