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BSI-Boss Torben Olsen: «Nur Nicki Pedersen fragte»

Von - 02.11.2017 08:55

​ Unter Promoter BSI hat sich der Speedway-Grand-Prix zu einem florierenden Geschäft entwickelt. Kein Wunder, BSI gehört zur weltweit größten Sport-Vermarktungs-Agentur IMG.

Nach Jahren der Nicht-Vermarktung durch den Motorrad-Weltverband FIM hat 2007 die britische Firma BSI den Promoterjob übernommen. Der Speedway-GP hat sich unter ihnen zu einem Riesenspektakel entwickelt, gefahren wird heute in Megastadien wie in Melbourne, Cardiff, Stockholm oder Warschau, die TV-Produktion ist auf dem höchsten Niveau.

SPEEDWEEK.com setzte sich mit BSI Managing Director Torben Olsen zusammen, um einige Geschäftshintergründe zu beleuchten.

Torben, BSI gehört zur Riesenagentur IMG. Gibt es Geschäftsbereiche, in denen sich IMG einmischt oder euch hilft?

Aus geschichtlichen Gründen läuft der Speedway-Grand-Prix unter BSI, aber wir sind IMG. Wir sitzen in Räumlichkeiten von IMG, die von WME gekauft wurden, der William Morris Agency. WME hat 7000 Angestellte, die Motorsport-Abteilung von IMG Events macht neben dem Speedway-GP noch Rallyecross. Zwischen den Abteilungen gibt es jede Menge Synergien.

Zum Beispiel mit der Firma Teng Tools haben wir einen Deal, der sich über SGP und Rallyecross erstreckt. Als wir vor vier Jahren die Rallyecross-WM kauften, haben wir das Speedway-System mit Vorläufen, Halbfinales und Finale installiert.

Das sind Sportarten, die über enormes Wachstum verfügen.

Promoter Dorna, zuständig für die MotoGP- und Superbike-WM, stellt den Teams und Fahrern jede Menge Informationen über die TV-Präsenz zur Verfügung. Macht ihr das auch?

Auf Anfrage stellen wir unseren Fahrern Clips zur Verfügung, für dieses Jahr haben Greg Hancock und Tai Woffinden darum gebeten.

Für uns selbst erheben wir genau, wieviel und was im Fernsehen zu sehen war. Die genaue Media-Evaluation machen wir für unsere Sponsoren, wir können auf die Sekunde genau sagen, wie oft und in welcher Größe ein Logo zu sehen war. Nach solchen Daten hat bisher nur ein Fahrer gefragt: Nicki Pedersen. Er bezahlt jedes Jahr viel Geld, damit er seinen Sponsoren diese Informationen geben kann. Ohne anderen Fahrern zu nahe zu treten: Nicki ist einer der Professionellsten.

In MotoGP gibt es Teams und Hersteller, die für diese Informationen bezahlen. Im Speedway-Sport sind normalerweise die Fahrer die Firma, was nicht schlecht sein muss. Aber sie haben nicht die Budgets, wie sie Motorradhersteller haben.

In Ländern ohne TV-Vertrag können die Fans den Grand Prix live, in HD und gratis über euren Youtube-Kanal verfolgen: Schadet euch das nicht, wenn ihr TV-Rechte verkaufen wollt?

Der TV-Markt ist kein einfacher. Wir würden gerne mit einem TV-Sender in Deutschland arbeiten, uns geht es aber nicht nur ums Geld. Wir möchten einen guten Partner, der uns dabei hilft, die Events und die Serie zu vermarkten und der die richtige Anzahl an Zuschauern hat.

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Nicki Pedersen (li.) mit Torben Olsen © Pabijan Nicki Pedersen (li.) mit Torben Olsen Keiner nimmt das Thema TV so ernst wie Nicki Pedersen © Pabijan Keiner nimmt das Thema TV so ernst wie Nicki Pedersen
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