Erleichterung bei BMW: Trendwende fortgesetzt, Zuversicht für das Finale
Das zweite Heimrennen von Miguel Oliveira bescherte BMW auf dem Circuito do Estoril das zweitbeste Rennwochenende der Superbike-WM 2026. Die eingeleitete Trendwende trägt Früchte.
Die Superbike-WM 2026 verläuft für BMW aus verschiedenen Gründen schwierig – zwei neue Fahrer, die zudem mit Verletzungen zu kämpfen hatten, und mit Ducati einen Gegner, der ein überragend gutes neues Motorrad entwickelte. Das Meeting in Magny-Cours war ein Tiefpunkt, aus dem sich der bayerische Hersteller Schritt für Schritt selbst befreite.
Das Fazit nach dem Meeting in Estoril: BMW ist zurück im Kampf um Podestplätze, zumindest mit Miguel Oliveira. Der Portugiese glänzte bei seinem Heimrennen mit den Plätzen 4, 4 und 8. Den Sprung auf das Podium verpasste der 31-Jährige im ersten Lauf um 1,776 sec, im Superpole-Race sogar nur um 0,141 sec. Eine schlechte erste Runde verhinderte eine ähnlich gute Platzierung im zweiten Hauptrennen. Das Management ist mit der Entwicklung zufrieden.
«Das Wochenende begann mit einem besonderen Moment für Miguel und seine Familie. Die vielen Fans und die Ehrung haben uns gezeigt, was für ein besonderer Markenbotschafter er für uns ist», betonte Sven Blusch, Chef von BMW Motorrad Motorsport. «Sportlich geht sein Trend mit zwei vierten Plätzen klar aufwärts. Rennen zwei verlief etwas unglücklich, auch da wäre Platz vier möglich gewesen. Mit seinen Überholmanövern zeigt er auch mehr Selbstvertrauen auf der Strecke. Miguels bekannte Stärken waren wiederzuerkennen, was uns für Jerez sehr positiv stimmt.»
Nach dem Reinfall in Frankreich ließ BMW keinen Stein auf dem anderen und hinterfragte jedes Setting. Die vielversprechenden Ergebnisse von Oliveira waren Lohn für die Anstrengungen.
«Wir konnten die in Cremona eingeleitete Trendwende hier fortsetzen», sagte der Technische Direktor Chris Gonschor erleichtert. «Miguel war in allen Sessions sehr nah an den Spitzenzeiten, konnte sich mit einem starken Qualifying eine gute Ausgangsposition sichern und in den Rennen das Podiumspotenzial des Bikes bestätigen. Die technischen Änderungen seit Magny-Cours haben uns, zusammen mit Miguels mentaler Stärke, tolle Rennen geliefert. Miguel kann nun genau dort anknüpfen, wo er vor seiner Verletzung in Ungarn aufgehört hat. Mein besonderer Dank gilt meiner Mannschaft in München, die trotz eines herausfordernden Saisonverlaufs niemals aufgegeben hat, das Bike weiter zu verbessern.»
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