Euro Moto Superbike • Neu
Brünn/Superpole 1: Regenschauer fordert Superbiker heraus – Hobelsberger P1
Innerhalb von 20 Minuten Vollgas wurde die Superpole 2 entschieden und die besten Startplätze vergeben. In der ersten Startreihe treffen sich Schrötter, Alt und Reiterberger. Tulovic nur Zehnter.
Die Herrschaften aus der Superpole 1 hatten die Überreste des kurzen Schauers so halbwegs trocken gefahren, aber eben nur halbwegs. Zehn Minuten nach der schwarz-weiß karierten Flagge ging es für die sechs Schnellsten aus dem Pre Practice vom Freitag und das Trio aus Patrick Hobelsberger, Kevin Orgis und Milan Merckelbagh aus der Superpole 1 zum alles entscheidenden Training die ersten drei Startreihen betreffend.
Wer Lukas Tulovic in er Superpole 2 vermisste, hatte keine Sehfehler. Die Trainings des Ducati-Piloten liefen leicht holprig. Nach dem er als Siebter des Pre Practices in die Superpole 1 musste, landete er auch da mit der viertschnellsten Zeit auf einem undankbaren vierten Rang. Damit blieb ihm keine Chance, in der Superpole 2 noch etwas rauszureißen und für die Rennen am Sonntag blieb dem Gesamtführenden der Euro Moto Superbike nur der zehnte Platz.
Markus Reiterberge legte mit seiner BMW vor, doch die Zeiten purzelten mit jeder Runde. Der erste mit einer Top-Zeit war Marcel Schrötter, der die Strecke von Brünn nach Jahren in der WM wohl am besten kennt. Eine 1.57,955 min seine Bestzeit. Schon im dritten freien Training hatte der Euro Moto-Rookie das Kommando an der Spitze übernommen. Der Rest des Feldes war bei Halbzeit der kurzen Session noch über drei Sekunden langsamer als Schrötter. Twan Smits und Kevin Orgis versuchten ihr Glück, kamen aber an Schrötter nicht vorbei.
Bei noch sechs zu fahrenden Minuten war es erst Reiterberger, der auf den zweiten Platz fuhr, dann Orgis, dann Lorenzo Zanetti und am Ende landete Florian Alt, der seinen Start lange hinausgezögert hatte, mit einer 1.57,438 min 0,107 sec hinter Schrötter auf Rang 2. Schrötter war auf Nummer sicher gegangen und hatte seine eigene Bestzeit auf eine 1.57,331 min heruntergeschraubt.
Erst zwei Minuten vor Schluss waren alle neun Piloten auf der Strecke. Auch Patrick Hobelsberger mischte sich ein. Doch an Schrötters Zeit war nicht zu rütteln. Alt und Reiterberger bissen sich die Zähne an ihrem seit diesem Jahr neuen Gegner aus. Während Reiterberger in die Box rollte, blieb Alt bis zum Ende auf der Strecke, aber vergeblich. Denn Schrötter legte nochmal nach.
Mit einem brillanten Timing war Schrötter noch für eine letzte schnelle Runde unterwegs und belohnte sich mit einer erneuten Bestzeit von 1.56,965 min und der ersten Pole-Position seiner noch jungen Euro Moto Laufbahn. Begleitet wird er am Rennsonntag in der ersten Startreihe von Florian Alt und Markus Reiterberger.
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