Enea Bastianini: So stellte der Tech3-Pilot KTM-Ass Acosta in den Schatten
Platz 4, im Sprint, Platz 4 im Großen Preis: Enea Bastianini war der Überraschungsmann des Japan-GP in Motegi. Und doch bleib der Italiener aus der KTM-Tech-Mannschaft auch am Sonntag ohne Trophäe.
Auch beim Großen Preis von Japan sorgte Enea Bastianini für freudig erstaunte Gesichter im Tech3-KTM-Team von Inhaber Günther Steiner. Der Italiener zeigte einmal, dass er speziell auf der langen Distanz zu den großen Könnern des Sports zählt. Anders als noch am Vortag, als drei WM-Top-Piloten aus dem Rennen flogen, setzte sich der Tech3-Pilot auch mit Acosta und Alex Marquez im Feld durch.
Während
Der Tech3-Pilot wurde immer zügiger. Als Bastianini im letzten Rennviertel die schwarze Aprilia von Marco Bezzecchi immer größer vor sich sah, wurde der Pilot zur bekannten Bestie. Viermal in Serie drehte der auf P4 fahrende Bastianini. Die Aufholjagd gipfelte in einer 1:43,041 min. Bastianini war damit nicht nur 0,25 Sekunden schneller als Marc Marquez – der Verfolger von Marco Bezzecchi hatte die Bestmarke in Motegi für die schnellste Runde überhaupt um sensationelle 1,3 Sekunden unterboten.
Der Speed ging freilich auch auf das Konto des neuen Asphalts. Doch der Umstand, dass alle Piloten nun nach dringender Empfehlung von Michelin mit einem harten Hinterreifen unterwegs waren, spielte Gummi-Spezialist Bastianini zusätzlich in die Karten.
Bastianini war glücklich: «Endlich ist der Moment gekommen, an dem alles so funktioniert hat, wie ich es brauche. Es war ein sehr gutes Zusammenspiel – auch mit dem Reifen, der wirklich gut funktioniert hat. Die Haltbarkeit war erstaunlich, ich hatte zum Ende hin ein Tempo, das mich selbst überrascht hat.»
Die Rekordrunden kamen dennoch knapp zu spät. Bezzecchi, der den Braten gerochen hatte, gab in der letzten so tapfer Gas, dass er sich 0,08 Sekunden vor der Tech3-KTM über die Linie rettete. Auf Sieger Marc Marquez hatte Enea Bastianini gerade einmal 2,5 Sekunden eingebüßt. Der WM-Vierte Acosta erreichte die Flagge 14,5 Sekunden nach Bastianini.
Warum Bastianini nun deutlich schneller unterwegs war als
Auch wenn Bastianini wieder nicht zur Siegerehrung eingeladen war, durfte sich der zukünftige Trackhouse-Aprilia-Pilot als Sieger fühlen. In der WM-Tabelle machte der Italiener Punkte auf Fermin Aldeguer gut, der Zehnter ist. Insgesamt war es ein, auch ohne Podest, ein erfolgreicher Tag für die Österreicher: Alle vier RC16-Fahrer holten Punkte.
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