Pedro Acosta (6.) über Startunfall: «Das war ein Dominoeffekt»
Von Startplatz 9 profitierte Pedro Acosta vom Chaos in Kurve 1. Doch eine Long-Lap-Strafe kostete ihn im Mandalika-Sprint ein mögliches Podium. Acosta analysierte, in welchem Abschnitt er Zeit verlor.
Für KTM verlief das Qualifying in Mandalika ernüchternd. Pedro Acosta ging wie gewohnt als bester Fahrer des österreichischen Herstellers von Startplatz 9 aus der dritten Reihe in den 13 Runden langen Sprint. Bereits das ganze Wochenende hatte der Spanier mit einem instabilen Motorrad zu kämpfen.
Startunfall in Kurve 1 erinnerte Acosta an Domino
Vom Startunfall in Kurve 1, bei dem mit Raul Fernandez und Marco Bezzecchi die beiden Aprilia-Favoriten ausschieden, profitierte der Werks-KTM-Pilot unmittelbar. In der Anfangsphase fuhr er direkt hinter Fabio Di Giannantonio und mischte im Dreikampf mit Ai Ogura um Rang 3 mit.
Eine Schuld am Startunfall sah Acosta bei niemandem. «Jeder hat seine Meinung, aber ich denke, es war ein Dominoeffekt», sagte er. «Di Giannantonio geht etwas weiter, dann richtet sich Marc etwas auf, um ihn nicht zu berühren, Bezzecchi macht dasselbe – und dann war für niemanden mehr Strecke übrig. Das sind Dinge, die passieren können.»
Keine Chance auf Podium nach Strafe
Dann der Rückschlag für Acosta: Wegen wiederholter Überschreitung der Track-Limits musste er die Long-Lap absolvieren und fiel zwischen den beiden Gresini-Piloten zurück. Damit war der Kampf um das Podium für ihn gelaufen. «Ich habe versucht, die Rundenzeiten der anderen im zweiten Sektor mitzugehen und hatte viel Unruhe», erklärte Acosta und gesteht: «Ja, ich habe dreimal das Grüne berührt.»
Am Ende kam Acosta als Sechter mit 5,5 Sekunden Rückstand auf Sieger Marc Marquez ins Ziel. Er war damit der einzige KTM-Pilot in den Top-9. Mehr sei nach dem schwachen Qualifying nicht dring gewesen, zumal Jorge Martin klar schneller gewesen sei: «Die Top-5 waren das Maximum, das wir heute holen konnten.»
Einen Rückschritt von KTM sieht der Spanier nicht. «Wir sind nicht weit weg, wir sind schneller als letztes Jahr. Wir sind nicht schlechter geworden, im Gegenteil, aber unsere Konkurrenten haben sich besser gesteigert.» Für Sonntag stehe auch eine Reifenentscheidung fest: Der weiche Hinterreifen stehe nicht zur Debatte.
In der WM-Wertung verteidigt Acosta WM-Rang 4 mit 247 Punkten, allerdings verkürzte Ai Ogura den Rückstand auf den Spanier auf einen Punkt.
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