Yamaha-Pilot Fabio Quartararo (14.): «Erwarte mir gar nichts vom Test!»
Nachdem MotoGP-Ass Fabio Quartararo im Chaos-Sprint in Jerez auf Rang 7 raste, war er im Grand Prix als 14. erneut schnellster Yamaha-Pilot. Weshalb er für den Test am Montag wenig zuversichtlich ist.
Von Startplatz 17 erwischte Fabio Quartararo (Yamaha) im Grand Prix in Jerez am Sonntag einen guten Start, und er preschte auf Position 13 nach vorn. Danach wurde er noch in der ersten Runde von Gresini-Ducati Pilot Fermin Aldeguer überholt. In Runde 2 ging auch noch Joan Mir (Honda) an Quartararo vorbei. Nach dem Ausfall von Marc Marquez (Ducati) war er wieder 14. Nachdem Joan Mir seine Long-lap-Strafe absolvierte, war Quartararo an der 13. Stelle. Diese Position konnte er lange Zeit halten, nach dem Ausfall von Pecco Bagnaia zur Hälfte des Rennens war Quartararo Zwölfter. In der zweiten Rennhälfte gingen dann Franco Morbidelli (VR46 Ducati) und Luca Marini (Honda) an ihm vorbei. In der Schlussphase lieferte sich Quartararo einen Zweikampf mit Joan Mir – der Spanier hatte sich nach seiner Long-lap wieder nach vorne gekämpft. Der Yamaha-Fahrer konnte sich mit seiner V4-M1 durchsetzen und die Ziellinie auf Position 14 überqueren.
«Es gibt nicht viel zu sagen. Ich habe versucht, etwas anders zu fahren und probierte, ob ein anderer Fahrstil helfen kann. Unglücklicherweise war dies nicht der Fall, somit kann ich nicht viel über das Rennen sagen», lautete das ernüchternde Fazit des MotoGP-Weltmeisters von 2021.
«Ich bin nicht dumm, ich habe nicht verlernt zu fahren.»Fabio Quartararo
Am Montag findet auf dem Circuito de Jerez der offizielle Test statt. Hat er dafür – nach den Erfahrungen am Rennwochenende – irgendwelche Ideen? «Ich weiß genau, was ich will, aber dies auch beim Motorrad zu haben, ist etwas anderes», gab der 27-Jährige zu verstehen. «Wir haben aber am Wochenende alles ausprobiert, was wir auch beim Test haben – ein neues Chassis, die Flügel. Vom Test erwarte ich mir nichts – zumindest keine große Verbesserung.»
Quartararo: «Es gibt keinen Punkt, bei dem ich sagen kann, dort fühle ich mich gut»
Ist das Hauptproblem immer noch der Grip am Hinterrad? «Letztes Jahr war das Motorrad ganz ok, es hatte aber zwei Probleme: Grip und Leistung. Jetzt haben wir das Problem, dass wir keine Stärken haben – es gibt keinen Punkt, bei dem ich sagen kann, dort fühle ich mich gut», haderte Quartararo. «Ich fühle mich auf der Bremse und beim Kurveneingang nicht gut. Auch in der Mitte der Kurve und beim Herausbeschleunigen fühle ich mich nicht gut, weil wir keinen Grip haben. Wir haben bei vielen Punkten große Probleme. Wir haben sehr viel Arbeit. Auch wenn wir einen der Punkte verbessern, gibt es immer noch vier, bei denen wir uns verbessern müssen. Letztes Jahr lag ich im Ziel zwei Sekunden hinter Alex (Marquez), dieses Jahr waren es 35. Ich bin nicht dumm, ich habe nicht verlernt zu fahren. Es liegt nicht in meinen Händen und es geht nicht nur um den Grip am Hinterrad.»
Bezüglich Leistung – erwartet er zumindest dort einen Fortschritt? «Wir haben keinen Motor zum Testen. Ehrlich gesagt, ist die Leitung aber unser geringstes Problem. Vor allem bei Strecken wie hier, wo die Power wichtig ist, macht es keinen großen Unterschied», betonte Quartararo. «Letztes Jahr haben wir die Pole-Position mit einem langsameren Motor geholt. Ich möchte einfach Fahren und wieder Spaß haben.»
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