Bautista: «Großer Fehler von Toprak – hatte Glück»
71 Stürze wurden während des SBK-Wochenendes in Magny-Cours gezählt, jener von Toprak Razgatlioglu blieb in erschreckender Erinnerung. Auch Titelverteidiger Alvaro Bautista macht sich Gedanken.
Noch ist unklar, ob die Weltmeister Toprak Razgatlioglu (BMW), Jonathan Rea (Yamaha) und Alvaro Bautista (Ducati) nach ihren
71 Stürze wurden in Magny-Cours gezählt, davon blieben 59 ohne gravierende Folgen für den Fahrer. Zwölf Piloten erlitten eine Verletzung, sieben erhielten anschließend von den Rennärzten Startverbot.
Dass es so oft krachte, hatte weniger mit der Rennstrecke zu tun, als mit den nassen oder wechselhaften Bedingungen. Es stimmt aber auch, dass der Circuit de Nevers bei Regen nur wenig Grip bietet.
Magny-Cours ist weder besonders sicher noch unsicher, über die Strecke hört man von den Fahrern selten Schlechtes. Doch der Sturz von Razgatlioglu hätte schlimm enden können. Besonders bedenklich: Die Mauer, in die er mit dem Rücken krachte, wurde erst später mit speziellen Schaumstoffpolstern gesichert. Viele Beobachter fragten sich, weshalb die Offiziellen bei der Streckenbegehung nicht genügend Weitblick besaßen, um diese Gefahrenstelle zu erkennen und abzumildern.
"30 Zentimeter weiter rechts und es wäre ein Desaster gewesen", meinte Weltmeister Bautista
"Vielleicht muss die Mauer gekürzt werden", regte Bautista an. "Aber wir dürfen nicht vergessen, dass das ein sehr seltsamer Sturz war. Toprak war in seiner ersten schnellen Runde, vielleicht war sein Vorderreifen noch nicht bereit, um derart zu pushen, und er stürzte deshalb. Toprak ist ein sehr großer Fehler unterlaufen. Er versuchte in seiner ersten fliegenden Runde den Streckenrekord zu brechen. Ich weiß, dass er viel Vertrauen in sein Motorrad hat und sehr schnell ist. So etwas ist trotzdem unnötig. Ich sehe zwei Dinge: Es war sein Fehler und er hatte viel Glück. Das hätte ganz anders ausgehen können, ich freue mich für ihn, dass er okay ist."
Alvaro gewährte auch Einblick in die Arbeit der Sicherheitskommission: "Normalerweise versuchen wir die Sicherheit an Stellen zu verbessern, wo Fahrer eher stürzen. Diese gehört nicht dazu. Aber jetzt ist dort einmal etwas passiert, also müssen wir das im Hinterkopf behalten, und die Situation verbessern. An dieser Stelle steht auch die Mauer auf der linken Seite zu nah. Wäre Toprak nicht geradeaus gerutscht, sondern wie sein Motorrad nach links, dann wäre es gefährlich gewesen. Ich habe immer gesagt, dass diese Mauer zu dicht steht. Aber sie können sie nicht versetzen, weil dann die Service-Straße und die Tribüne kommen. Es muss trotzdem etwas getan werden. Auf vielen Rennstrecken gibt es sehr kritische Stellen."
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