Johann Zarco (13.) erklärt die glanzlose Honda-Vorstellung in Mandalika
Bei der MotoGP in Indonesien erlebten die Honda-Piloten ein enttäuschendes Wochenende. Für das nächste MotoGP-Rennen in Australien sieht Johann Zarco die Aprilia RS-GP erneut klar im Vorteil.
Das nächste MotoGP-Rennen führt Johann Zarco zurück an den Ort seines ersten Sieges in der Königsklasse. Auf Phillip Island triumphierte der Franzose 2023 erstmals. Mit seiner heutigen Honda RC213V erwartet der LCR-Pilot unter normalen Bedingungen allerdings keinen erneuten Erfolg. Die schnellen Kurven des australischen Kurses bereiten ihm Sorgen – und machen Aprilia für ihn zum Favoriten.
In Mandalika hatte Zarco das Rennen auf Platz 13 beendet, mit 26,3 Sekunden Rückstand auf Sieger Marco Bezzecchi (Aprilia). Hinter Luca Marini auf Position 12 war er zweitbester Honda-Pilot. Dass er die körperlich anspruchsvolle Renndistanz bewältigte, verbuchte er als positiven Aspekt des Wochenendes.
«Ich bin froh, dass ich das Rennen geschafft habe. Das ist hier immer eine Herausforderung. Körperlich habe ich die Herausforderungen dieses Wochenendes gut gemeistert, was eine gute Sache ist. Das macht mich happy», so Zarco.
Warum sich Zarco bewusst zurückhielt
Mit seinen Rundenzeiten war Zarco grundsätzlich zufrieden. Allerdings konnte er das vorhandene Tempo nicht durchgehend nutzen, ohne aus seiner Sicht zu viel zu riskieren. «Mein Renntempo war gut. Doch ich musste viel Sicherheitspuffer einplanen, um Fehler und Stürze zu vermeiden. Das hat mich frustriert. Dieser Puffer hat mich viele Zehntelsekunden pro Runde gekostet. Ich bin sicher, dass ich trotz der schlechten Startposition hätte schneller sein können.»
In der Schlussphase musste er sich zudem gegen Enea Bastianini verteidigen. Gleichzeitig sorgte ein ungewohntes Verhalten des Hinterreifens für zusätzliche Unsicherheit. «Ich gab mein Bestes, doch Bastianini war gegen Rennende besser und konnte attackieren. In den letzten Runden bekam ich zudem Vibrationen vom Hinterreifen. Ich hatte befürchtet, dass ich einen Platten habe. Das war zum Glück nicht der Fall. Drei Runden vor Rennende hatte ich fünf Sekunden Vorsprung auf Morbidelli. Ich wollte das Rennen ohne Sturz beenden.»
In Australien erwartet Zarco erneut eine Aprilia-Show
Nach dem historischen Vierfach-Erfolg von Aprilia in Indonesien erwartet Zarco auch beim nächsten Rennen starke Aprilia-Performance. Die Charakteristik von Phillip Island dürfte dem Hersteller nach seiner Einschätzung entgegenkommen. Für Honda sieht er dagegen eine schwierige Aufgabe.
«Es ist ein Kurs mit schnellen Kurven. In den schnellen Kurven haben wir Probleme. Aprilia wird auf diesem Kurs am besten sein. Bei normalen Bedingungen sollten wir nicht in der Lage sein, dort zu gewinnen», erklärte Zarco lachend. «Es wäre zumindest eine große Überraschung.»
Seine Erinnerungen an den ersten MotoGP-Sieg ändern deshalb nichts an der nüchternen Erwartungshaltung. Eine Möglichkeit, die Kräfteverhältnisse durcheinanderzubringen, sieht er dennoch. «Ich reise nicht mit dem Ziel dorthin, das Rennen zu gewinnen. Aber vielleicht ist es ja nass oder feucht. Dann ändere ich meine Meinung», so Zarco.
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