Formel 1

Max Verstappen: «Sie killen den Sport» – FIA reagiert

Von - 05.09.2018 15:29

​Red Bull Racing-Pilot Max Verstappen war in Monza sehr wütend über seine Strafe. Die kostete ihn Rang 3. Der Niederländer über die Rennkommissare: «Sie killen unseren Sport.» Die FIA antwortet.

Max Verstappen glaubte zuerst, er habe sich verhört, als ihm sein Red Bull Racing-Team im Monza-GP ins Auto funkte – er bekommt eine Strafe! Der Niederländer fuhr zwar als Dritter über die Ziellinie, doch Max erhielt eine Fünfsekundenstrafe, die auf seine Rennzeit hinzugerechnet wurde, und damit fiel der Red Bull Racing-Pilot hinter Valtteri Bottas und Sebastian Vettel zurück. Die Rennpolizei sah es als erwiesen an, dass Verstappen seinem Gegner Bottas beim Anbremsen der ersten Schikane zu wenig Raum gelassen hatte. Max Verstappen ist tief enttäuscht. «So killen sie unseren Sport», schimpfte er über seine Strafe am Funk, als das Team ihm die Hiobsbotschaft überbrachte. Später ergänzte Max: «Wir lagen auf einem Platz, mit dem wir nicht gerechnet hatten. Und ich bin sehr wohl der Ansicht, dass ich Valtteri links genügend Raum gelassen habe. Dann rumpelte er mir ins Rad.»

FIA-Rennleiter Charlie Whiting hat zu dieser Szene Stellung genommen. Der Engländer sagt: «Ich habe nur aus zweiter Hand von Verstappens Worten gehört. Ich gebe nicht viel auf Kommentare, die ein Pilot in der Hitze des Gefechts abgibt. Aber ich bin sicher, in der Fahrerbesprechung von Singapur werden wir ein Schwätzchen haben.»

Verstappen bei den Kollegen der niederländischen Ziggo: «Ich habe mir inzwischen die Szene mehrfach angeschaut und bin mit der Strafe noch immer nicht einverstanden. Gut, vielleicht hätte ich ihm ein paar Millimeter mehr Raum geben müssen. Aber letztlich ist alles entschieden, also müssen wir uns auch nicht mehr darüber unterhalten.»

Auf die Frage, ob die Regel geändert werden sollte, was das Platzlassen angeht, meint Max: «Es geht nicht um die Regeln. Es geht darum, dass ein Kommissar eine Strafe verhängt und der nächste keine.»

Max hatte zuvor schon einen Klapps auf die Finger erhalten, weil er im Kampf gegen Bottas geradeaus und auf die Piste zurückgefahren war, vor Valtteri wohlgemerkt. Der Red Bull Racing-Fahrer argwöhnt, dass die spätere Strafe vielleicht auch eine Folge dieses ersten Vergehens sei. Aber Charlie Whiting meint: «Nein, das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Beim ersten Zwischenfall ging es darum, ob sich ein Fahrer einen unerlaubten Vorteil verschafft. Wir hatten den Fahrern gesagt: Einmal lassen wir euch das durchgehen, falls nicht ein krasses Abkürzen nachzuweisen ist. Verstappen blieb bei seinem Manöver vor Bottas. Klar hat er dadurch keinen Platz gewonnen, aber er blieb vorne, weil er abgekürzt hatte, also gab es eine Ermahnung.»

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