Formel 1

Renault zum Out von Nico Hülkenberg: Keine Ausreden

Von - 15.04.2019 17:29

​Und wieder macht bei Renault ein elektrischer Generator Mucken, die so genannte MGU-K. Dieses Mal am Wagen von Nico Hülkenberg. Renault-Teamchef Cyril Abiteboul: «Das war ein Software-Fehler.»

So wird das nichts mit dem Jagen der Top-Teams. Renault hat sich für 2019 zu Ziel gesetzt, näher an Mercedes, Ferrari und Red Bull Racing zu rücken und zu beginnen, den drei besten Rennställen auf die Nerven zu gehen. Doch nach drei WM-Läufen können Nico Hülkenberg und Daniel Ricciardo nur je einen siebten Platz vorweisen, der Deutsche in Australien, der Australier in China. Einmal mehr ist einer der elektrischen Generatoren kaputtgegangen, dieses Mal traf der Schaden an der so genannten MGU-K (motor generator unit kinetic) Hülkenberg.

Dabei hatte Renault genau diese MGU-K nach dem WM-Auftakt in Melbourne nachgebessert, da im Albert-Park Carlos Sainz wegen Defekts am Generator ausgerollt war. In Bahrain erhielt der Madrilene eine modifizierte Version, die Australien-Spezifikation blieb jedoch in den Werksrennern, die in Bahrain prompt beide ausfielen. In China dann gab es für Hülkenberg und Ricciardo sowie für McLaren-Pilot Lando Norris verbesserte Versionen. Nur Ricciardo holte damit Punkte.

«Es ist im Detail noch nicht klar, was passiert ist», sagt Renault-Teamchef Cyril Abiteboul. «Wir mussten uns nach dem Problem im Wagen von Sainz gewaltig sputen, um für Arabien verbesserte Generatoren zu haben. Dabei mussten wir gewisse interne Abläufe beschleunigen. Möglicherweise haben wir dabei etwas übersehen. Wir suchen keine Ausreden, wir suchen Fakten. Bei allen Autos hat die MGU-K tadellos funktioniert, nur im Auto von Nico nicht. Wir hatten dieses Teil auf den Prüfständen über eine Dauer von 5000 Kilometer im Einsatz. Aber aus irgendeinem Grund gab es einen Hickser, in aller Wahrscheinlichkeit liegt es an der Software.»

Abiteboul glaubt, dass das Problem behoben werden kann, ohne dass Hülkenberg eine neue MGU-K braucht. «Wir glauben an einen Programmierfehler. Als wir die Hardware änderten, haben wir vielleicht bei der Software etwas übersehen. Das ist während des China-GP wohl nicht gezeigt worden, aber wir funkten Nico jede Menge anderer Einstellungen ins Auto, die er umgesetzt hat. Aber auf der Rennstrecke konnten wir schlecht die ganze Elektronik runter- und wieder hochfahren. Das haben wir später getan, und der Wagen funktionierte tadellos. Ein typisches Software-Problem also – wie wenn zuhause der Schirm einfriert und du alles neu starten musst.»

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