Euro Moto Sportbike
Gelungene Honda-Premiere in Hockenheim dank Sportbike-Pilot Daniel Mogeda
Egal wie das DMSB-Berufungsverfahren ausgeht, am Euro Moto Supersport-Titel des Yamaha-Piloten vom Team Apreco ist nicht mehr zu rütteln. Geiger ließ in Hockenheim Taten sprechen.
Am Samstagabend musste im Rahmen des Euro Moto Supersport-Finales noch gerechnet werden. Denn auch wenn Dirk Geiger das erste Rennen gewonnen und seinen Vorsprung vor dem Polen Daniel Blin auf 32 Zähler ausgebaut hatte, konnte bei nur noch 25 zu vergebenden Punkten noch nicht gefeiert werden. Denn Blin hatte gegen seine Strafe, die er von der Rennleitung in Assen kassiert hatte, Berufung eingelegt und diese war vom Berufungsgericht des DMSB noch nicht abschließend geklärt worden.
Superbike-Pilot Lukas Tulovic half beim Rechnen. «Blin war in Assen auf Platz 1», erklärte er, «wurde aber auf Rang 3 zurückversetzt. Geiger war Zweiter und wurde durch die Blin-Strafe als Erster gewertet. Sollte das Urteil pro Blin ausfallen, würde er wieder als Erster gewertet, statt als Dritter. Da bekäme er neun Punkte zurück. Geiger würde einen Platz und damit fünf Punkte verlieren.» Es dreht sich als nach wie vor um 14 Punkte.
Doch Geiger wusste, dass er im zweiten Rennen mindestens sieben Punkte holen musste, damit er im Notfall auch nach dem Abzug von 14 Punkten noch vor dem Polen in der Tabelle stehenbleiben würde. «Es sind einfach perfekte Bedingungen», meint der Polesetter aus dem nahegelegenen Mannheim vor dem ersten Rennen. «Klar ist es ein tolles Gefühl, den Titel hier einfahren zu können. Aber jetzt müssen wir erstmal das Rennen zu Ende bringen. Im Hintergrund läuft ja noch die Sache mit dem Protest von Daniel. Daher wird es heute am Samstag mit dem Titelgewinn eher nichts. Aber man weiß nie. Ich mach mein Rennen und mach meine Pace und geh wie immer all in.»
Ab der Mitte des Rennens habe ich das gemanagt und bin meinen Stiefel gefahren.Dirk Geiger
Seinen Gegnern ließ Geiger keine Chance und machte sich vom Start weg aus dem Staub. «Auf nächstes Jahr schauen wir jetzt noch nicht», wiegelte Dirk Geiger nach dem ersten Sieg die Superbike-Frage von Reporter Danijel Peric ab. «Ich habe mich auf jeden Fall von Anfang des Rennens an wohlgefühlt. Die Strecke liegt mir einfach, es ist meine Strecke. Das Team hat super gearbeitet, wir haben immer Schritt für Schritt nach vorne gemacht. Ich konnte gleich die Lücke aufmachen und meine Pace fahren. Ab der Mitte des Rennens habe ich das gemanagt und bin meinen Stiefel gefahren. Auch damit alles safe ist und mir keine dummen Fehler passieren. Das hat perfekt gepasst.»
Da Blin einen zweiten Platz eingefahren hatte, blieb der Druck auf Geiger bis zum Sonntagnachmittag hoch. «Ich weiß, was ich machen muss», erklärte Geiger vor dem letzten und entscheidenden Rennen. Gesagt, getan. Mit einem Vorsprung von 2,5 Sekunden verwies er Blin auf den zweiten Rang und sicherte sich damit den Supersport-Titel 2026.
«Es war eine unglaubliche Saison, ich weiß gar nicht, was ich sagen soll», sagte der neue Meister. «Ich sage einfach mal, vielen Dank an alle, die mich unterstütz haben und da waren. Riesen-Respekt an Daniel Blin, er hat wirklich einen Top-Job gemacht. Gerade am Anfang der Saison hat er mich wirklich herausgefordert und alles aus mir rausgeholt. Danach haben wir uns ja gegenseitig nochmals richtig gepusht. Riesen-Dank an ihn und sein Team. Und natürlich an mein Team und an Yamaha Deutschland. Die haben mir ein perfektes Bike hingestellt. Und Danke an alle und meine Unterstützer und natürlich an die ganzen Fans. Das ist speziell, hier den Titel zu holen, mit einem Doppelsieg. Das hatte ich geplant vor dem Wochenende und das habe ich geschafft.»
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