Abgesagter Australien-GP: Laut Jack Miller gab es Zeitfenster zum Fahren
MotoGP-Routinier Jack Miller äußerte sich in Sepang zur Absage des Sonntagsrennens auf Phillip Island. Für ihn hätte es durchaus Möglichkeiten gegeben, den Grand Prix durchzuführen.
Am vergangenen Wochenende ging das letzte MotoGP-Event auf Phillip Island über die Bühne – ab 2027 wird der Australien-GP in Adelaide stattfinden. Die Absage des Sonntagsrennens war deshalb sehr bitter – für die Fans, die Teams und die Fahrer. Besonders Lokalmatador Jack Miller, der sehr gerne sein letztes MotoGP-Rennen vor heimischem Publikum gefahren wäre, war enttäuscht.
Auch einige Tage danach konnte «Jackass» seine Enttäuschung über die Absage nicht verstecken. «Das lässt sich ehrlich gesagt gar nicht in Worte fassen, es ist ein Schlag in die Magengrube. Ich war mit vielen Dingen, wie es am Sonntag gelaufen ist, nicht zufrieden, aber das heben wir uns für ein anderes Gespräch auf», meinte der Australier am Donnerstag in Sepang.
Das MotoGP-Rennen konnte aufgrund der eingeschränkten Sicht für den Rettungshubschrauber nicht durchgeführt werden, was nachvollziehbar war. Viele Fahrer – beispielsweise Marc Marquez oder Marco Bezzecchi – äußerten sich danach, dass die Streckenbedingungen am Sonntag akzeptabel waren und ein Rennen möglich gewesen wäre – wenn das Problem mit der schlechten Sicht nicht gewesen wäre.
Jack Miller zu Sepang: «Hoffentlich regnet es am Sonntag in Strömen und der Hubschrauber kann fliegen»
Für Miller hätte es jedoch durchaus Möglichkeiten gegeben, einen Grand Prix zu fahren. «Wie ich schon sagte, werde ich jetzt nicht näher darauf eingehen. Aber man kann sich ein Bild davon machen: Es gibt mehr als ein Krankenhaus in Melbourne in dieser Gegend – das ist eine Sache, abgesehen von vielen anderen Dingen. Es war zudem nicht so, dass es den ganzen Tag über stark geregnet hätte; es gab Zeitfenster, in denen wir hätten fahren können. Aber letztendlich ist es nun mal so, wie es ist», stellte Miller klar.
An diesem Wochenende wird Jack Miller sein viertletztes MotoGP-Event bestreiten. Der Sepang International Circuit ist eine Strecke, welche die Fahrer und Teams sehr gut kennen. Im Februar findet dort traditionell der erste Vorsaisontest statt. «Hier in Malaysia fühlen wir uns auf dem MotoGP-Motorrad fast schon ein bisschen wie zu Hause. Wir haben Anfang des Jahres sechs Tage hier verbracht und freuen uns darauf, wieder auf die Strecke zu gehen und zu sehen, wie sehr sich das Bike seitdem weiterentwickelt hat», blickte Miller voraus. «Es ist immer wieder ein Vergnügen, hier in der Hitze zu fahren – die Strecke macht Spaß. Ich freue mich also darauf, loszulegen. Das Wetter sieht typisch malaysisch aus. Hoffentlich regnet es am Sonntag in Strömen und der Hubschrauber kann fliegen.»
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