Alonso über 2027: «Habe es dann mit den besten Fahrern der Welt zu tun!»
Für David Alonso spielt es keine Rolle, ob er 2027 in der MotoGP in einem Werks- oder einem Satellitenteam fährt. Welche Ziele der Kolumbianer sich für seine letzten zehn Moto2-Rennen gesetzt hat.
2027 wird Moto2-Ass David Alonso in die MotoGP aufsteigen. Der Moto3-Weltmeister von 2024 hat bei HRC einen mehrjährigen Vertrag unterschrieben. Bevor er beim Valencia-Test am Ende dieses Jahres erstmals auf der Honda sitzen wird, will Alonso in seinen letzten zehn Moto2-Rennen Top-Leistungen zeigen. Zuletzt lief es für ihn auf dem Sachsenring und in Silverstone mit dem Crash bzw. Platz 21 nicht gut. In der Gesamtwertung liegt der Kolumbianer derzeit auf Rang 6 – auf WM-Leader Manuel Gonzalez (Intact GP) hat er 81,5 Punkte Rückstand.
Ist der WM-Titel für Alonso immer noch das Ziel? «Das Ziel ist es, anzugreifen und die Rennen zu genießen. Ich will Spaß haben mit dem Moto2-Bike und hart pushen. Dann werden wir sehen, was passiert», meinte er kämpferisch.
Egal, wie Alonso die Moto2-Saison 2026 beenden wird, nächstes Jahr geht es für ihn in der MotoGP weiter. Hat er vor, sich nicht nur mental, sondern auch körperlich darauf vorzubereiten – damit er in der bestmöglichen Verfassung ist, um die 850er-Honda zu fahren? «Ich werde dahingehend sicher etwas tun. Es wird aber nicht so eine große Veränderung sein wie damals beim Wechsel von der Moto3 in die Moto2», gab der 20-Jährige zu verstehen. «Nachdem ich das Bike das erste Mal ausprobiert habe, wird es einfacher sein, um zu sehen, wo ich mich noch verbessern kann.»
Werks- oder Satellitenteam? «Für mich ist es nicht wichtig, weil ich ein Werksfahrer sein werde»
Für welches Team Alonso 2027 fahren wird – für das Honda-Werksteam oder LCR – steht noch nicht fest. Wie wichtig ist es für ihn, ob es ein Satelliten- oder ein Werksteam ist? «Für mich ist es nicht wichtig, weil ich ein Werksfahrer sein werde und ein offizielles Motorrad haben werde – also spielt es keine Rolle», winkte er ab. «Beide Teams sind gut und sie haben professionelle Leute. Sie sollen das entscheiden.»
Im Satellitenteam LCR Honda würde Alonso weniger Druck haben als im Werksteam von HRC. Weiß er schon, welchen Crew-Chief er haben wird? Könnte es vielleicht sogar der ehemalige Crew-Chief von Marc Marquez, Santi Hernandez, werden? «Ich weiß es jetzt noch nicht. Wie auch immer, alle sind Profis», betonte Alonso.
2027 treten die neuen MotoGP-Regeln in Kraft – mit der Hubraumreduzierung auf 850 ccm, dem Wegfall der Devices, weniger Aerodynamik und den Pirelli-Reifen. Verändert das für einen Rookie, der aus der Moto2-WM kommt, die Ziele? Durch das neue Reglement sollte der Wechsel von der mittleren Kategorie in die Königsklasse leichter sein. «Das erste Ziel wird sein, das Motorrad zu lernen. Zudem muss man sich daran gewöhnen, dass man es mit den besten Fahrern der Welt zu tun hat. Wenn ich nur eine Kurve hinter ihnen sein kann, wäre das schon schön», dämpfte David Alonso die Erwartungen.
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