Zeittraining, Motegi: Alonso & Gonzalez vor Guevara, Top-6 in 0,1 Sekunden
Auch im Zeittraining der Moto2 ging es gnadenlos eng zu. Die ersten sechs waren nur durch 0,15 Sekunden getrennt. An der Spitze die Asse der Klasse: David Alonso, Manuel Gonzalez und Izan Guevara.
Wie schon so oft war es der Tabellenführer der Moto2, der sich auch in Japan am besten auf den GP einstimmte. Manuel Gonzalez hatte die erste Session der mittleren Klasse mit der Bestzeit abgeschlossen. Gonzalez' 1:47,551 min bedeuteten gleich im FP1 einen neuen Rundenrekord.
Doch auch die Regel «es ging eng zu» griff: Nur 0,023 Sekunden langsamer war der zuletzt stark aufgekommene Filip Salac. Dahinter hatte sich das Aspar-Duo mit Alonso und Holgado gut aufgestellt. Und auch Izan Guevara hatte als Sechster mit weniger als vier Zehnteln Rückstand einen ersten guten Aufschlag in Motegi gezeigt. All das fand bei guten Bedingungen aber kühlen 19 Grad statt.
Ins wichtige Zeittraining über 40 Minuten ging es ebenfalls auf trockener Piste auf die 4,8 km lange Strecke des Mobility Resort Motegi. Nun standen 23 Grad auf der Temperaturanzeige. Dass die Bedingungen aber alles andere als perfekt waren, hatte die Moto3 zuvor gezeigt. Etliche Piloten, darunter die Top 3 der WM, waren zu Boden gegangen.
Mit auf den Kurs gingen die Ersatzfahrer Milan Pawelec – der junge Pole ersetzt Collin Veijer bei Red Bull KTM Ajo – und Unai Orradre, der den ebenfalls verletzten Angel Piqueras bei MSi vertritt. Die Aufgabe – sich unter den schnellsten 14 Fahrern zu platzieren und sich so direkt ins Q2 für einen vielversprechenden Startplatz zu fahren.
Die ersten Richtzeiten kamen von Intact-Pilot Senna Agius, der nach zwei Nullnummern in Serie nun wieder ein Spitzenresultat braucht, will der noch in den WM-Kampf eingreifen. Kurze Zeit wurde der Aussie verdrängt. Guevara, Salac, Sasaki und Arbolino fanden ebenfalls gut ins Zeittraining. Für die ersten gelben Flaggen sorgte Deniz Öncü, der Boscoscuro-Pilot ging nach sechs Minuten zu Boden, blieb aber unversehrt.
Für seine Verhältnisse langsam angehen ließ es Manuel Gonzalez. Der WM-Spitzenreiter kam in der ersten Viertelstunde auf eine 1:48,3 min und lag als 14. damit nur knapp auf Q2-Kurs. Die weiteren Moto2-Asse Alonso, Ortola und Holgado hielten sich vor Gonzalez auf. Stark: Ersatzmann Urradre auf Platz 8. Guevara war auf eine 1:47,568 min gekommen und damit noch langsamer unterwegs als Gonzalez am Morgen.
Mit dem Beginn der zweiten Hälften mussten wieder die Marshalls aktiv werden – Tony Arbolino, zu diesem Zeitpunkt guter Dritter, war. Nun wechselten etliche Piloten, darunter Gonzalez, auf die weichsten verfügbaren Hinterreifen. Mit dem frischen ging es für den WM-Leader mit 15 Minuten auf der Uhr auf Position 4. Direkt davor hatte sich mittlerweile David Alonso gefahren, während Guevara und Salac die Spitzenplätze hielten.
Hart ans Gas gingen auch andere Piloten. Als es ins Finale ging, verbesserte sich der WM-Dritte Ortola in die Top 10. Filip Salac war in allen Sektoren auf Bestzeitkurs, verlor aber auf den letzten Metern und blieb Zweiter. Es fehlten 0,096 sec. In der Hektik des Finales stürzte Mario Aji, die Kalex des Honda-Asia-Piloten wurde verschrottet.
Gut erholt von seinem Abflug hatte sich Tony Arbolino. Drei Minuten vor der Flagge drängte sich der Italiener hinter Guevara auf Platz 2. Erst kurz vor Schluss fiel die Bestmarke. David Alonso umrundete den Kurs in 1:47,501 min und zog damit als Schnellster Moto2-Pilot ins Q2 ein.
Auch Platz 2 änderte sich – Manuel Gonzalez war 0,033 sec. langsamer als Alonso. Teamkollege Senna Agius schaffte es als Zehnter ebenfalls ins zweite Qualifying. In der letzten Minute gab es keine weiteren Verbesserungen, auch wegen eines Zwischenfalls in der letzten Haarnadel. Furusato war abgeflogen, Huertas konnte nicht ausweichen – damit lagen zwei Motorräder auf der Strecke. Als die Flagge fiel lagen 12 Fahren binnen 0,5 und 22 Fahrer innerhalb einer Sekunde.
Mit Ausnahme von Vietti (21.) und Canet (24.) schafften es alle Moto2-Asse ins Q2. Das letzte Q2-Ticket mit Platz 14 holte sich Italtrans-Pilot Daniel Munoz. Gut aus der Affäre zogen sich die Ersatzpiloten. MSi-Pilot Urradre verpasste das Q2 nur knapp, Youngster Pawelec verlor als 27. gut zwei Sekunden auf die Bestzeit.
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